Politiker fordern Religionsfreiheit für Bahai
Donnerstag, den 8. Juni 2006»Teilnahme an der Fußball-WM ist kein selbstverständliches Recht«
Berlin/dpa. Anlässlich der Teilnahme des Iran an der Fußball-WM haben mehrere deutsche Politiker und Autoren den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zur Achtung der Religionsfreiheit der Bahai aufgerufen. Wie die deutsche Bahai-Vertretung in Berlin am Donnerstag mitteilte, heißt es in einem offenen Brief an den Präsidenten: »Die Teilnahme an diesem internationalen sportlichen Wettstreit ist kein selbstverständliches Recht. Sie geschieht im Rahmen gegenseitiger Achtung und der Anerkennung von Regeln. In Ihrem eigenen Land werden indessen die Rechte ganzer Bevölkerungsgruppen mit Füßen getreten.«
Die iranischen Behörden verwehrten den Angehörigen der Bahai-Religion, die mit über 300 000 Gläubigen die größte religiöse Minderheit im Iran darstelle, systematisch das Recht auf Religionsausübung. Erst im vergangenen Monat seien in der iranischen Stadt Schiras 54 überwiegend jugendliche Bahai festgenommen worden.
















