Archiv der Kategorie Presseschau

WELT-Blog über Bahai

Mittwoch, den 20. Dezember 2006

Bahai-Terassen am Berg Karmel, HaifaShila, die bisweilen auch für BAHAI EINBLICKE schreibt, kommt auch in dem Blog-Beitrag der Hamburger Journalistin der Tageszeitung DIE WELT und Kulturwissenschaftlerin Kathrin Ludwig, 26, vor. Letztere lebt zurzeit für sechs Monate in Israel: sie studiert an der Tel Aviv University Kultur und Geschichte des Nahen Ostens. Gefördert wird ihr Aufenthalt in Israel durch das Stipendium »Trialog der Kulturen« der Herbert-Quandt-Stiftung. Shila und Kathrin trafen sich während Shilas Pilgerreise — das Folgende ist das Resultat, das in Kathrins Tagebuch nachzulesen ist:

»Der Schlüssel zur Lösung des Nahostkonflikts liegt in den Händen der Mütter,« sagte der Vater meiner Freundin Shila aus Hamburg vor wenigen Tagen zu mir. An seine Worte musste ich seitdem oft denken. Shila und ihr Vater sind Bahá’í und zu Besuch in Haifa, dem geistigen Zentrum der jüngsten Weltreligion.

Ehrensache: Was sprichst Du?

Freitag, den 24. November 2006

Mahyar NicoubinDas rbb Inforadio sendet am 27.11.2006 um 7:05 Uhr einen Beitrag von Zonya Dengi [ Text | Audio | Stream ] über Mahyar Nicoubin, einer Bahai, die im »Soldiner Kiez«, einem sozialen Brennpunkt in Berlin-Wedding, ehrenamtlich Migrantenkindern Deutschunterricht anbietet. Sie sagt im Interview, dass dieses soziale Projekt mit ihrem Bahai-Sein zusammenhängt.

Wir wollen Euch den Beitrag nicht vorenthalten:

Der Soldiner Kiez mit einem Migrantenanteil von ca. 40% gilt als sozialer Brennpunkt. Menschen aus vielen Kulturen leben hier. Das Frisbee ist ein interkultureller Treffpunkt für Kinder und ihre Familien aus dem Soldiner Kiez und wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet. Hier bietet die 18-jährige Deutsch-Iranerin Mahyar Nicoubin ehrenamtlich Migrantenkindern Deutschunterricht an. Zonya Dengi hat sie dort getroffen.

EU-Parlamentarier verurteilen Bahai-Verfolgung im Iran

Montag, den 20. November 2006

Iranische FlaggeMarco, der Betreiber des portugiesischen Bahai-Blogs »Povo de Bahá« hat uns darauf hingewiesen, dass eine Reihe von Europaparlamentariern am 15. November einen gemeinsamen Entschließungsantrag zur Menschenrechtssituation im Iran ins europäische Parlament eingebracht haben, in dem unter anderem auch die furchtbare Situation der Bahai dort verurteilt wird. Die Resolution wurde am 16. November ohne Gegenstimme angenommen. Wörtlich heißt es in der Resolution:

»Das Europäische Parlament, [...] in der Erwägung, dass außer dem Islam nur die Lehre des Zarathustra, das Christentum und der Judaismus vom Gesetz als Religionen anerkannt werden, diejenigen jedoch, die nicht anerkannte Religionen praktizieren wie Bahai und Sufis, diskriminiert und gewaltsam unterdrückt werden; in der Erwägung, dass insbesondere die Bahai ihre Religion nicht ausüben können und ihnen darüber hinaus auch alle Bürgerrechte (z. B. auf Eigentum und weiterführende Ausbildung) verweigert werden, [...] fordert die Beendigung jeglicher Form der Diskriminierung aus religiösen Gründen und insbesondere die Aufhebung des de facto bestehenden Verbots, den Baha’i-Glauben zu praktizieren [...].«

Die Welt als Gemeinschaft

Freitag, den 10. November 2006

Nawid Ali-AbbassiNawid Ali-Abbassi wurde vor 20 Jahren in Berlin geboren. Seine Eltern waren 1979 aus Iran nach Deutschland gekommen. Integration, sagt der Sohn eines Architekten, sei für ihn nie ein Problem gewesen. Zum einen lebe er in Berlin in einer Stadt, in der »Multi-Kulti« etwas Normales sei. Zum anderen fühle er sich als Angehöriger der aus Iran stammenden, dort aber geächteten Religionsgemeinschaft der Bahai ohnehin als »Weltbürger«.

Denn eine der wichtigsten Regeln seines Glaubens sei es, die ganze Menschheit als Einheit zu betrachten. »Nicht integriert sind doch die, die nicht akzeptieren können, daß alle Menschen gleich sind.« Ziel seines Studiums an der EBS soll es sein, »Wirtschaft und soziales Engagement miteinander zu verbinden«. Das kann Nawid sich am ehesten bei einer nichtstaatlichen Organisation vorstellen. Möglicherweise werde er aber nach seinem Abschluß in Oestrich-Winkel zunächst noch Politikwissenschaft studieren.

Quelle: FAZ

Lotustempel schmückt Hindufest

Samstag, den 30. September 2006

lotus

Ein Modell des Hauses der Andacht der Bahai in Indien schmückt anlässlich des 65. Singhi Park Durga Puja Festivals nun auch einen Hindu-Altar in Kalkutta.

Durga Puja ist eines der größten Hindu-Feste. Das indische Haus der Andacht wurde ausgewählt, da es allen Religionen offen steht und das traditionelle indische Symbol einer Lotusblüte aufgreift, das sich in allen indischen Religionen findet. Es gilt als Sinnbild für Reinheit, Treue, Schöpferkraft und Erleuchtung.

cities.expressindia.com/fullstory.php?newsid=203013

www.singhipark.com/puja06.htm

www.bahaindia.org/temple/index.html

de.wikipedia.org/wiki/Haus_der_Andacht

Neulich, in einem Paralleluniversum…

Donnerstag, den 10. August 2006

ParalleluniversumAls Abonnent von Google Alerts bekomme ich immer eine Nachricht, wenn irgendwo im Netz das Wort ‘Bahai’ neu auftaucht. So geschehen heute. Das Wort kommt wirklich nur ein einziges Mal vor, und ist für den Artikel völlig bedeutungslos. Aber eben dieser Artikel ist herrlich, ein amüsanter, kluger und rasanter Beitrag für die Opinio-Seite der Rheinischen Post, köstlich geschrieben, appetitlich zu lesen. Ich möchte ihn daher auch unseren Lesern hier nicht vorenthalten. Viel Spaß — und danke, “Zauberberg:-) (bis demnächst vielleicht, in einem Paralleluniversum).

Relaunch “Bahai World News Service”

Freitag, den 4. August 2006

Unter der Adresse http://news.bahai.org/ kann man nunmehr (seit wann genau kann ich nicht sagen, wahrscheinlich seit dem 1.8.) den Pressedienst der Internationalen Bahai-Gemeinde in neuem, viel attraktiverem Gewand sehen.

Zu guter letzt wird der Frieden kommen…

Freitag, den 4. August 2006

Friedenstaube

Krieg lässt einen nie unberührt, egal wo er stattfindet. Aber dieser Krieg berührt uns Bahai wohl besonders — zusätzlich zu all den leider „üblichen“ Kriegsgreuel wird schließlich auch Haifa beschossen, der Ort an dem sich das Bahai-Weltzentrum befindet.

Auch wenn ich noch nie dort war, bedeutet mir dieser Ort viel — ich weiß noch wie ich bei der ersten Nachricht, dass auch Haifa beschossen wurde, zusammenzuckte, und gleich im Internet nachschaute, ob denn etwas getroffen wurde.

Ich glaube ich habe noch nie einen Krieg so genau verfolgt — habe immer irgendwann aufgehört und nur noch die Überschriften gelesen, weil mich die Details zu sehr verstörten. Diesmal verstören mich die Details mindestens genauso und dennoch muss ich den Krieg verfolgen — irgendwie fühle ich mich das erste mal wirklich „involviert“. In meinen Lebzeiten war Deutschland oder andere Orte und Menschen, die mir Nahe stehen zum Glück noch nie in einen Krieg verwickelt und ich kenne dieses Gefühl der Angst nicht. Und jetzt sitze ich hier in Sicherheit im fernen Deutschland und der Krieg fühlt sich näher an als jemals zuvor, und alles was ich tun kann ist für Frieden beten und positiv denken.

Bahai in Haifa

Mittwoch, den 2. August 2006

Weil ich immer wieder höre, diese Artikel seien nicht bekannt, hier für alle Interessierten zwei Presseartikel, die vor rund zwei Wochen zur Situation der Bahai in Haifa erschienen sind:

Und der Einfachheit halber hier auch als PDF: Yahoo!/AFP und Jerusalem Post

Einige Blogs aus Haifa (danke, George):

Vier Lastwagen voll mit Bänken

Dienstag, den 27. Juni 2006

SommerfestBahai-Sommerfest findet mit über 2000 Besuchern erneut große Resonanz

Wiesbadener Kurier vom 27.06.2006 — von Martina Weyand-Ong

LANGENHAIN Nummernschilder aus ganz Deutschland und den angrenzenden Benelux-Ländern wiesen wieder ein internationales Publikum beim Bahai-Sommerfest aus, das in diesem Jahr zum elften Mal mit großem Erfolg stattfand.

Die Vereinten Nationen und die Fußball-WM

Montag, den 26. Juni 2006

TeamgeistEin kleiner Hinweis, auch wenn das jetzt mal mit Bahai nicht viel zu tun hat (dafür mit einer anderen großen Leidenschaft von mir… :-) ): Kofi Annan hat in der International Harald Tribune einen hervorragenden humorigen Leitartikel veröffentlicht: “Warum wir bei den Vereinten Nationen auf die WM neidisch sind”.

Politiker fordern Religionsfreiheit für Bahai

Donnerstag, den 8. Juni 2006

»Teilnahme an der Fußball-WM ist kein selbstverständliches Recht«

Wallraff Berlin/dpa. Anlässlich der Teilnahme des Iran an der Fußball-WM haben mehrere deutsche Politiker und Autoren den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zur Achtung der Religionsfreiheit der Bahai aufgerufen. Wie die deutsche Bahai-Vertretung in Berlin am Donnerstag mitteilte, heißt es in einem offenen Brief an den Präsidenten: »Die Teilnahme an diesem internationalen sportlichen Wettstreit ist kein selbstverständliches Recht. Sie geschieht im Rahmen gegenseitiger Achtung und der Anerkennung von Regeln. In Ihrem eigenen Land werden indessen die Rechte ganzer Bevölkerungsgruppen mit Füßen getreten.«

Die iranischen Behörden verwehrten den Angehörigen der Bahai-Religion, die mit über 300 000 Gläubigen die größte religiöse Minderheit im Iran darstelle, systematisch das Recht auf Religionsausübung. Erst im vergangenen Monat seien in der iranischen Stadt Schiras 54 überwiegend jugendliche Bahai festgenommen worden.

SPIEGEL ONLINE: Wie die Mullahs Bahai drangsalieren

Montag, den 5. Juni 2006

Verfolgung der Bahai im Iran bei Spiegel OnlineHeute ist folgender Artikel auf der Titelseite von SPIEGEL ONLINE zu lesen:

Wie die Mullahs Andersgläubige drangsalieren
Von Philipp Wittrock

Seit einigen Wochen geht das iranische Regime mit Massenverhaftungen und Razzien wieder verstärkt gegen Andersdenkende vor. Im Visier haben die Revolutionswächter vor allem die Religionsgruppe der Bahai.

Hamburg – Sie wollten helfen, Gutes tun. Es war der 19. Mai, der dritte Tag des Monats Azamat im Jahr 163 der Bahai, zu Dutzenden waren die Jugendlichen in die Schule in Schiraz im Südwesten Irans gekommen, um benachteiligte Kinder zu unterrichten. Dann kamen die Revolutionswächter. 54 der jungen Lehrer, manche selbst noch Kinder, nahmen sie mit, die schriftliche Erlaubnis des Islamischen Rates für das soziale Projekt interessierte sie nicht. Über die erhobenen Vorwürfe wurde nichts bekannt. Nach wenigen Tagen kamen die meisten der Festgenommenen frei, viele mussten eine Kaution hinterlegen. Drei der Bahai blieben in Haft.

Iran: 51 Bahai gegen Kaution frei

Sonntag, den 28. Mai 2006

Iranische FlaggeNew York, den 26. Mai 2006 (BWNS) – Nach ihrer Verhaftung am 19. Mai in Schiraz, Iran, sind drei Bahai weiterhin im Gefängnis, während 51 andere gegen Kaution frei gelassen wurden. Es liegen keine Hinweise vor, wann die Drei frei gelassen werden. Weder die Freigelassenen noch die drei in Haft Befindlichen wurden formell angeklagt.

Am Tag der Verhaftung wurde ein Bahai unter 15 Jahren ohne Hinterlegung einer Kaution frei gelassen. Gleichzeitig wurden einige andere Jugendliche, die nicht Bahai sind und zusammen mit den Bahais verhaftet worden waren, ohne Kaution frei gelassen.

Am Mittwoch, den 24. Mai, fünf Tage nach ihrer gemeinsamen Verhaftung, wurden 14 Bahai frei gelassen, nachdem sie die geforderten Grundbucheinträge von Besitztümern im Wert von 10 Millionen Tuman (ca. US $ 11,000) als Sicherheit hinterlegt hatten. Am folgenden Tag, Donnerstag, den 25. Mai, wurden 36 Bahai gegen Hinterlegung persönlicher Bürgschaften oder Arbeitslizenzen als Sicherheit, dass sie auf Vorladung vor Gericht erscheinen, entlassen.

54 Bahai im Iran verhaftet

Donnerstag, den 25. Mai 2006

Iranische FlaggeNew York, den 24. Mai 2006 — Wie die Internationale Bahai-Gemeinde erfuhr, wurden in der Stadt Schiraz 54 Bahá’í von Regierungsbeamten verhaftet. Es handelt sich überwiegend um Jugendliche, die zum Zeitpunkt ihrer Festnahme an einem sozialen Projekt mitarbeiteten. Dies ist seit den 80-ger Jahren eine der größten Gruppen gleichzeitig verhafteter Bahai. Die genauen Anklagepunkte sind unklar, wobei in der Vergangenheit Bahai gruppenweise aufgrund falscher Anklagen verhaftet wurden.

Karte vom IranDie Verhaftungen ereigneten sich am Freitag, den 19. Mai während die Bahai und mehrere Nicht-Bahai im Rahmen eines sozialen Projektes, das von einer lokalen Nicht-Regierungsorganisation durchgeführt wurde, sozial benachteiligte Kinder in einer Schule ehrenamtlich unterrichteten. Zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung waren sie im Besitz einer schriftlichen Erlaubnis des Islamischen Rates von Schiraz. In jeder Klasse hatten sie dieses Genehmigungsschreiben bei sich. Die Anklagepunkte gegen die Bahai sind bislang nicht bekannt. Am Tag nach der Verhaftung teilte ein Richter den Angehörigen mit, dass die Gefangenen bald freigelassen würden. Bis gestern sind offenbar alle Nicht-Bahai sowie ein Bahai-Jugendlicher unter 15 Jahren ohne Hinterlegung einer Kaution freigelassen worden.