Archiv der Kategorie Lieblingszitate

Absolut relativer Dank

Donnerstag, den 1. Juni 2006

FelixJetzt muss ich unbedingt mal wieder einen Text einstellen, der mich seit langem und auch zurzeit wieder sehr berührt:

Er ist Gott! O Herr, wie sollen wir Dir danken! Grenzenlos ist Deine Großmut, und unsere Dankbarkeit ist nur begrenzt. Wie kann das Begrenzte dem Grenzenlosen Dank erweisen! Unfähig sind wir, Dir Dank zu sagen für Deine Gnadengaben. Völlig machtlos wenden wir uns Deinem Reiche zu und bitten Dich, Deine Gaben und Segnungen zu mehren. Du bist der Geber, der Schenkende, der Gewaltige.

(Abdul-Baha, in: Bahai-Gebete, S. 214)

Du bist Meine Lampe…

Dienstag, den 4. April 2006

Licht“O Sohn des Seins!
Du bist Meine Lampe, und Mein Leuchten ist in dir. Entnimm daraus dein Licht und suche niemanden als Mich, denn Ich habe dich reich erschaffen und Meine Gunst über dich ergossen.”
(Bahaullah, Die Verborgenen Worte)

Dieses Verborgene Wort ist mir das Liebste. Trotz seiner Kürze ist es so bedeutsam und umfassend für mich.

Eines Abends, als ich gerade erst von der Existenz der Bahai-Religion erfahren hatte, lag ich in meinem Bett und hielt ein kleines Buch mit der Zusammenstellung einiger Zitate in der Hand. Eine Freundin gab es mir, um einen groben Überblick über einzelne Inhalte des Glaubens zu erhalten. Interessiert las ich ein Zitat nach dem anderen. An diesem aber musste ich innehalten. Nie zuvor haben Worte meine Seele berührt. Selten habe ich es mir gestattet Tränen zu vergießen. Dieses Verborgene Wort aber gab mir erstmals das Gefühl als ein kleiner Mensch von vielen doch auch ein Puzzlestein dieser Welt zu sein — zu einer Zeit, als mich der Großteil meiner Umgebung gegenteiliges annehmen ließ.

Der Wert der Welt

Freitag, den 17. März 2006

Ameise»… die Welt, und alles was darinnen ist, [ist] nicht mehr wert, als das Schwarze im Auge einer toten Ameise.« (Bahaullah, Brief an den Sohn des Wolfes)

An Tagen wie heute hilft mir dieser Text. Ich bin kein Fatalist, und ich genieße das Leben (heute Abend, nach dem Fasten z.B., mit einem guten Essen :-) !). Aber heute war kein guter Tag. Der graue Morgen begann damit, dass mir bei einer Adressbuchsynchronisation wichtige Daten verloren gegangen sind. Ich hätte das als Warnung nehmen und zurück ins Bett kriechen sollen. Als ich mich meiner alltäglichen E-Mail-Routine unterziehen wollte, musste ich feststellen, dass 500 MB E-Mails fehlten, die zwei obersten Exchange-Ordner in meinem Mail-Programm; und bei mir sind die obersten auch die wichtigsten… Alles weg. Das, wo ich die Exchange-Lösung u.a. deswegen gewählt hatte, damit die Daten sicher sind. Sicherheit: Eine Illusion.

Der Hauch Seiner Güte

Sonntag, den 12. März 2006

Windhauch“O Sklave dieser Welt! Zu mancher Morgenstunde wehte der Hauch Meiner Güte über dich hin und fand dich tief schlafend auf dem Lager der Achtlosigkeit. Weinend über deine Lage kehrte er zurück, woher er gekommen.” (Bahaullah, DIE VERBORGENEN WORTE)

Dieses Zitat öffnet mir jeden Morgen während der Fastenzeit die Augen für eines der schönsten Geschenke: Den Hauch Seiner Güte, den ich beim frühen Aufstehen ganz besonders spüre. Ich habe mich als nicht-Bahai entschlossen das Fasten zu halten und bin sehr froh über diese Entscheidung. Die Herausforderung dieses Fastens liegt für mich nicht in dem Verzicht auf Essen und Trinken oder im frühen Aufstehen sondern für mein Fasten vor meinen nicht-religiösen Mitmenschen auf Arbeit, im Freundeskreis und in der Familie einzustehen. In diesen Augenblicken ist es schön zu wissen, dass einige Millionen Bahais zum selben Zeitpunkt ebenfalls fasten.

Sei freigebig im Glück…

Mittwoch, den 8. März 2006

Tate»Sei freigebig im Glück und dankbar im Unglück.
Sei des Vertrauens deines Nächsten wert und schaue hellen und freundlichen Auges auf ihn.
Sei ein Schatz dem Armen, ein Mahner dem Reichen, eine Antwort auf den Schrei des Bedrückten und halte dein Versprechen heilig.
Sei gerecht in deinem Urteil und behutsam in deiner Rede.
Sei zu keinem Menschen unbillig, sondern erweise allen Sanftmut.
Sei wie ein Lampe für die, so im Dunkeln gehn, eine Freude den Betrübten, ein Meer für die Dürstenden, ein schützender Port für die Bedrängten, Stütze und Verteidiger für das Opfer der Unterdrückung.
Laß Sauberkeit und Redlichkeit all dein Handeln auszeichnen.

Die Welt ist nur Schein…

Montag, den 6. März 2006

Wüste“Die Welt ist nur Schein, eitel und leer, ein bloßes Nichts, das der Wirklichkeit ähnelt. Hängt euere Liebe nicht an sie. Zerreißt nicht das Band, das euch mit euerem Schöpfer verbindet, und gehört nicht zu denen, die in die Irre gehen und von seinen Wegen abirren. Wahrlich, Ich sage, die Welt ist wie die Luftspiegelung in der Wüste, von der der Durstige wähnt, sie sei Wasser, und zu der er mit aller Kraft hinstrebt, bis er sie im Näherkommen als reine Sinnestäuschung erkennt.” (Bahaullah, Ährenlese)