Archiv der Kategorie Leben als Bahai

Wege zum Glück

Freitag, den 19. Oktober 2007

Der Glücksfaktor„Es möge jederman auf euch hindeuten und fragen: „Warum sind diese Menschen so glücklich?”
Ich wünsche, dass ihr glücklich seid, (…) dass ihr lacht, strahlt und euch freut, damit andere durch euch glücklich werden.“

Abdu’l-Baha, The Promulgation of Universal Peace, p. 217

Was brauchen wir für ein gelungenes Leben? Und was macht uns glücklich? Diese Fragen haben sich in der Antike schon die griechischen Philosophen gestellt und zwei Antworten formuliert: Glücklich werde, wer die Lust maximiere und die Unlust minimiere, behaupteten die einen (Aristippos und Epikur). Glück sei nur durch einen tugendhaften Lebenswandel zu erreichen, befanden die anderen (Aristoteles).

Die Fehler der anderen…

Donnerstag, den 11. Oktober 2007

Tansania

… üble Nachrede verlöscht das Licht des Herzens und erstickt das Leben der Seele.

Dies war eines der Zitate von Bahaullah, mit denen wir uns letztens im Ruhi-Studienkreis beschäftigten. Bildhaft stellten wir uns vor, wie üble Nachrede sich wie Schleier und Schatten um unser Herz und unsere Seele legt. Ein ganz schön klares Bild, fanden wir. Wer will schon in seinem Herzen ein erloschenes Licht tragen oder eine Seele, die keinen Lebenshauch mehr spürt!

Gedanken um Remarque

Dienstag, den 25. September 2007

LissabonFrüher hatte ich mal eine schöne Gewohnheit: Von den meisten Büchern, die ich gelesen habe, habe ich mir sie schönsten, interessantesten und denkenswertesten Stellen rausgeschrieben. Auf diese kleine Sammlung bin ich letztes Wochenende beim aufräumen gestoßen, und ein Abschnitt ist mir besonders ins Auge gefallen.

Die Stelle stammt aus „Die Nacht von Lissabon“ von Erich Maria Remarque.

In dieser Nacht im Jahre 1942 wird einem Flüchtling ein Angebot gemacht: Er bekommt die rettenden Schiffskarten nach Amerika wenn er dem Besitzer der Karten nur diese eine Nacht zuhört- er möchte ihm die Geschichte seines Lebens erzählen.

…sind wir blind?

Montag, den 3. September 2007

Brillevon Norbert

Mit Freunden sprach ich über die in die landauf, landab angebotenen Kurse und über die Möglichkeiten einen Dienst im Sinne der Kurse zu leisten. Ausschau hielten wir nach Personen, denen wir unseren Dienst anbieten könnten. Wir kamen jedoch zu keinem abschließenden Vorschlag und gingen auseinander in der Absicht tiefer darüber nachzudenken. So, wie wir bereits oft auseinander gegangen sind, wenn keine zündende Idee aufkommen wollte.

Während der Rückfahrt gingen mir die Freunde durch den Kopf und ich blieb hängen beim Namen eines Menschen, den ich bereits seit längerem nicht mehr gesehen hatte. Ich wusste um seinen Gesundheitszustand und sein schwaches Nervenkostüm. Ich fand mich also wieder in der Suche nach einem wildfremden, dem ich etwas Gutes tun könnte und sah den Freund an der Seite nicht?

Portugiesischer Bahai Weltmeister

Mittwoch, den 29. August 2007

Nelson EvoraDas sind doch Nachrichten, die wir gerne verkünden! ;-) Nelson Evora, ein 23-jähriger Athlet portugiesischer Staatsangehörigkeit, hat am Montag in Osaka eine Goldmedaille gewonnen!

Mehr über Nelson Evora gibt’s hier:

osaka2007.iaaf.org/news/kind=2/newsid=40813.html

en.wikipedia.org/wiki/Nelson_Evora

www.bahai.pt/bahai/media__1/noticias/nelson_evora

»In der neuen Heimat fehlt nur der Spargel«

Dienstag, den 26. Juni 2007

Fränkische Nachrichten, Ausgabe Bad Mergentheim 20Die Fränkischen Nachrichten berichten heute über unsere liebe Freundin Doris Katzenstein, einer Bahai, die von Bad Mergentheim (ja genau, da wo neulich der Gedenkstein zum Besuch Abdul-Bahas wieder eingeweiht wurde, siehe »Bad Mergentheim: Gedenkstein zu Ehren Abdul-Bahas gesetzt«) aus nach Litauen ausgewandert ist. Wer also wissen möchte, wie’s ihr geht, dem sei dieser Artikel anempfohlen!

Die »Bahai-Jungs«

Freitag, den 22. Juni 2007

KumpelsHeute hat der Kölner Stadtanzeiger unter dem Titel »Eine Moschee für eine Kirche« ein Interview mit Henryk M. Broder — dem bisweilen doch stark polarisierenden Publizisten, der gern durch seine provokanten Spiegel-(Online)-Beiträge auffällt — veröffentlicht.

Mit hat der letzte Absatz gut gefallen:

[...] Zunächst mal haben Menschen Angst vor Veränderung. Das haben die Protestanten auch erlebt, als sie nach Westfalen kamen. Beim Islam kommt hinzu, dass er zu einem gewissen Maß mit Totalitarismus, mit der Neigung zur Gewalt verbunden wird. Das ist ja kein Zufall, denn es waren eben keine Bahai-Jungs, die Kofferbombern in deutschen Regionalzügen abgestellt haben. Es sind keine Hindus, keine Juden, keine Christen, die in Europa Anschläge verüben oder geplant haben. Man darf das nicht vergessen. Das heißt aber nicht, dass es auch andere Beispiele gibt. [...]

Ein Buch bringt Bewegung in mein Leben

Sonntag, den 3. Juni 2007

Dieb in der NachtNun bin ich seit einem Jahr Bahá’i (seit Mai 2006) und konnte mich bei der ganzen Bahá’i-Bücher-Fülle nicht für ein Buch entscheiden, welches ich nun lesen wollte. Zuvor las ich „Ansprachen in Paris“, „Das Buch der Gewissheit“ und vor Wochen besorgte ich mir „Ährenlese“. Und ab und zu blätterte ich in „Die Bahá’i-Religion“.

Mein Problem war (jedenfalls wurde es für mich zunehmend ein Problem): Ich glaubte den Schriften und ich fühlte mich als Bahá’i, jedoch fand ich keinen persönlichen Zugang zu Bahá’u’lláh, zu seinem Sohn ‘Abdul’l-Bahá und zu Shoghi Effendi. Mir fehlte etwas. Ich konnte es (das Unbekannte) zunächst nicht artikulieren. Bahá’u’lláh als Person war mir irgendwie — fern.

Bahaitum Unterrichtsthema im englischen und walisischen Religionsunterricht

Mittwoch, den 9. Mai 2007

Gute Neuigkeiten von der Insel: neben den bisherigen sechs Religionen (welche das sind kann ich leider gerade nicht sagen…) werden fortan auch das Bahaitum, der Jainismus und der Zoroastrismus im Religionsunterricht behandelt. Glückwunsch!

Deutschlandradio Kultur sendet Bahai-»Wort zum Tag«

Donnerstag, den 19. April 2007

Am Sonntag, den 22. April — dem 2. Ridvan-Tag — sendet das Deutschlandradio Kultur um 6.56 Uhr (also nur für Frühaufsteher ;-) ) ein von den Bahai gestaltetes »Wort zum Tag«. Wer also so früh auf ist, dem sei der Beitrag anempfohlen — und der sei gleichzeitig gebeten, hier beizeiten darüber zu berichten! Die Frequenzen, auf denen Deutschlandradio Kultur empfangen werden kann, lassen sich hier nachschlagen.

Bad Mergentheim: Gedenkstein zu Ehren Abdul-Bahas gesetzt

Dienstag, den 10. April 2007

Gedenkstein in Bad MergentheimAuf den Tag genau 94 Jahre nach dem historischen Besuch Abdul-Bahas in Bad Mergentheim im April 1913 wurde am 7. April im Kurpark unweit der Tauber in Bad Mergentheim ein Gedenkstein enthüllt, der an diesen Besuch erinnert. Einen solchen Gedenkstein gab es — von 1916 bis 1937 — schon einmal, aber er wurde von den Nationalsozialisten zerstört. (Rechts ein Bild von dem noch verhüllten Gedenkstein [gefunden auf bahai.de] — wer ihn in voller Pracht sehen will, muss schon selbst hinfahren ;-) ).

Heute kann man von der Feierlichkeit zur Enthüllung dieses Gedenksteins einen schönen Bericht unter dem freundlichen Titel »Eine beispielhaft tolerante Religion« in den Fränkischen Nachrichten lesen. Und natürlich auch im Folgenden bei uns! Außerdem gibt’s einen lesenswerten Bericht bei OnePlanet (wer hier schaut, kann sich übrigens die Fahrt ins wunderschöne und von Abdul-Baha wegen seines Klimas gelobte Bad Mergentheim sparen — es gibt ein Bild vom enthüllten Stein).

Eine beispielhaft tolerante Religion
Bahá’i-Gemeinde setzte im Kurpark Gedenkstein zu Ehren von Abdu’l Bahá

Eine gemeinsame Entdeckungsreise durch die Bahai-Geschichte

Montag, den 26. März 2007

Es war im Sommer des letzten Jahres, als einige Freunde aus unserer Gemeinde beschlossen, gemeinsam die vertiefte Lektüre eines Bahai-Buches zu starten. Welches Buch aber würde sich wohl eignen – davon ausgehend, dass ja jeder schon ganz unterschiedliche Schriften studiert hat? guardianWir entschieden uns nach reiflicher Überlegung für „Gott geht vorüber“, worin Shoghi Effendi eine so detaillierte, eindrucksvolle Beschreibungen der geschichtlichen Entwicklung der Bahai-Religion darlegt. Es ist ein sehr umfangreiches Werk, woran wir wohl auch noch eine Weile zu lesen haben werden, aber auf Zeit kommt es ja dabei nicht an.

Treu zur Regierung, und doch sein Recht durchsetzen

Montag, den 26. März 2007

Gelesen auf der Webseite der amerikanischen Gemeinde

Das Oberste US-Verfassungsgericht hat, vor einiger Zeit, in der berühmten Entscheidung Brown v. Board of Education das Prinzip “getrennt und doch gleich” (das die Rassentrennung legitimierte) für verfassungswidrig erklärt. Aber dieser Entscheidung sind andere Etappen vorausgegangen, und unter anderem der Fall Sweatt v. Painter.

Die Geschichte von Heman Marion Sweatt, afro-amerikanischer Bahai und Jura-Student, der die Erlaubnis in eine “weisse” Universität aufgenommen zu werden erkämpft hat, ist ein schönes Beispiel für das klare Verständnis jener Treue, die jeder Bahai seiner Regierung schuldet. Treue ist einer legitimen Regierung geschuldet, die gerechte Entscheidungen trifft. Würde aber jeder Einzelne tagtäglich über die Legitimität und Gerechtigkeit entscheiden, würde höchstwahrscheinlich keiner zum selben Ergebnis kommen. Manchmal entscheiden Bahai-Institutionen, ob einer Regierung gehorcht werden soll oder nicht. Beispielsweise in Ägypten in den 60er Jahren, oder im Iran, haben die Gemeinden ihre Institutionen, ihre Gemeindeordnung, aufgelöst. Wenn die dortigen Entscheidung unter Umständen manchmal als nicht gerecht erscheinen können, sind die Regierung nichtsdestotrotz legitim (z.B. in einem ordnungsgemäßen Verfahren gewählt).

Ich mit mir alleine

Samstag, den 24. März 2007

Baumnur Wände um mich herum
ich komme zur Ruhe
ich nehme die Stille wahr
ich beginne die Stille zu spüren
ich bin mit mir alleine
alleine mit mir
mein Atem wird hörbar
ich nehme mich wahr
Ruhe kehrt ein

Englische Neujahrswünsche

Freitag, den 23. März 2007

In England sind die Spitzenpolitiker aufmerksam genug, um auch den dortigen Bahai zum Neujahrsfest (Naw Ruz) regelmäßig freundliche Glückwünsche zu übersenden. Bis das auch in unserem schönen Land eines Tages passiert, müssen wir uns an den englischen Texten laben ;-) , die ich niemandem vorenthalten möchte.

Zunächst die diesjährigen Wünsche des Premierministers Tony Blair:

BlairMESSAGE FROM THE PRIME MINISTER, THE RT HON. TONY BLAIR MP

March 2007

It gives me great pleasure, once again, to send my best wishes to the Bahai