Archiv der Kategorie Kernaktivitäten

Westdeutsche Zeitung über Dormagener Bahai

Donnerstag, den 11. Januar 2007

Ein schöner Artikel über die Dormagener Bahai-Gemeinde ist gestern, am 10.1.2007, in der »Westdeutschen Zeitung« erschienen. Fiona Missaghian-Moghaddam hat wohl ein Interview gegeben — wer sie z.B. von den Tagungen der Gesellschaft für Bahai-Studien kennt (siehe z.B. unseren Beitrag »Bahai-Studien: Jahrestagung«), mag also nachlesen, was sie zu sagen hat! :-)

Dormagen: Eine Religion ohne Priester oder Prediger
von Barbara Ochs

Die Ruhi-Spülmaschine

Dienstag, den 2. Januar 2007

Spülmaschine_1

Da bei uns in der Gemeinde zur Zeit ein Ruhi-Kurs den anderen jagt und uns der kulinarische Aspekt des Ganzen auch sehr wichtig ist ;-) , folgte nach jedem Ruhi (wahlweise natürlich auch 19 Tage Fest oder sonstigen Aktivitäten) eine Versammlung in der Küche, um für die Gastgeberin alles wieder in den gewohnt ordentlichen Zustand zu bringen.

Als Christin uns dann plötzlich eine alte Spülmaschine anbot, zögerten wir nicht lange — die mussten wir haben!

Das Problem war nur: Wie kriegen wir sie her? Es musste sobald wie möglich geschehen, denn die Wohnung, in der die Spülmaschine noch stand, musste abgegeben werden. Terminfindung ist in unserer Gemeinde sowieso eine schwere Geburt und irgendwie fanden wir hinten und vorne keinen geeigneten Termin. Es wurde eine Nacht- und Nebelaktion. Mit dem Auto meiner Schwester und dem Schlüssel der Hausherrin ausgestattet, fuhren wir ohne Karte, mit wenig Ahnung, aber frohen Mutes ins brandenburgische Land.

»Meines Vaters Land« — die Frage der Verantwortung

Dienstag, den 5. Dezember 2006

StauffenbergIch hatte heute abend das Glück, zu einem Treffen der Stiftung 20. Juli 1944 (Attentat auf Hitler durch Stauffenberg) eingeladen zu sein, an dem Wibke Bruhns aus ihrem Buch »Meines Vaters Land« las und Fragen beantwortete.

Das Buch hatte ich bereits vor 2 Jahren gelesen und kann es generell nur jedem empfehlen, der die Menschen im dritten Reich verstehen will. In dem Buch geht es um die Familie der Autorin und ihr Verhalten unter Hitler.

Ihr Vater wurde als Mitverschwörer des 20. Juli 1944 im August 1944 hingerichtet, obwohl er anfangs von Hitler begeistert war. In ihren Recherchen um zu verstehen wie es dazu kam — warum er anfangs begeistert war und warum er sich dann entschied, gegen Hitler zu kämpfen — beginnt sie interessanterweise bei ihrem Urgroßvater und zeichnet so ein sehr klares Bild davon, wie Generationen sich weiterentwicklen, aber auch wie sie sich beeinflussen, und wie sie sich durch ihre Umwelt mitreißen lassen.

Jugend-Wochenende in Bonn

Donnerstag, den 9. November 2006

Jugendvertiefung BonnAm 22. – 24. September war in Bonn ein »Jugend«-Vertiefungs-Wochenende über den neusten 5-Jahres-Plan, bei dem aber ausnahmsweise auch Junioren, also die etwas jüngeren Jugendlichen, mitmachen durften. Am Freitag so gegen 18 Uhr war die Anreise, worauf das erste Abendessen folgte. Wir waren so ca. 20 Bahai und Nichtbahais, und kannten uns zum Teil schon von verschiedenen anderen Veranstaltungen wie z.B. das »Feuerflammen-Projekt«.

Nach der Begrüßung und Kennenlern-Spielen wurde uns von den Leitern (Massi und Hanna) erklärt, was an diesem Wochenende auf uns zukommt. Das tolle Bahai-Zentrum liegt 50m vom Rhein entfernt, sodass wir dort oft in den Pausen frische Luft schnappen konnten!!

“Welkes Blatt” von Hermann Hesse… und ein paar Ruhi-Gedanken

Donnerstag, den 28. September 2006

BlattJede Blüte will zur Frucht,
Jeder Morgen Abend werden,
Ewiges ist nicht auf Erden
Als der Wandel, als die Flucht.

Auch der schönste Sommer will
Einmal Herbst und Welke spüren.
Halte, Blatt, geduldig still,
Wenn der Wind dich will entführen.

Spiel dein Spiel und wehr dich nicht,
Laß es still geschehen.
Laß vom Winde, der dich bricht,
Dich nach Hause wehen.

Dieses Gedicht hat gestern einer unserer Ruhi 1-Kurs Teilnehmer mitgebracht …

Ein schöner Ruhi 1-Kurs neigt sich seinem Ende zu…

Mittwoch, den 27. September 2006

Vor einiger Zeit hat die Gemeinde in Potsdam den Entschluss gefasst, einen neuen Ruhi-Kurs ins Leben zu rufen, da es Interessenten gab, die sich näher mit der Bahai-Sache vertraut machen wollten. Ein paar Bahai, die den Kurs schon einige Zeit zuvor durchlaufen hatten, entschlossen sich auch daran teilzunehmen, um die blassen Erinnerungen daran ein wenig auffrischen zu können. Anfangs war ich zugegebenermaßen nicht ganz überzeugt davon, ein weiteres Mal das Buch durchzugehen, da sich mein Fortkommen bezüglich der Kursreihenfolge in den letzten Jahren doch als ein recht langwieriger Prozess herausgestellt hat. Doch Freunde berichteten wiederholt ihre Erfahrungen – man habe viel diskutiert, gelacht und — nicht zu vergessen! — gegessen ;)

Also kam ich zu dem Entschluss, da es ja bereichernd sein könnte, dem Kurs nun doch mit Verspätung beizuwohnen – und ich kann nur sagen, ich habe gut daran getan!

Der kleine-große Bindestrich des Lebens

Freitag, den 8. September 2006

Oft habe ich über das folgende Zitat von Bahaullah nachgedacht:

O Sohn des Seins!
Lege jeden Tag Rechenschaft vor dir ab, ehe du zur Rechenschaft gezogen wirst. Denn unangemeldet kommt der Tod, und dann mußt du deine Taten verantworten.

… und bin mir dabei nie schlüssig geworden, ob diese Worte mich eher mit Freude oder mit Sorge erfüllen sollten:

Siehe, es ging ein Sämann aus, zu säen…

Dienstag, den 27. Juni 2006

SaatGestern Abend hatten wir wieder unsere Andachtsversammlung. Dabei werden jeden Monat mit musikalischer Untermalung Zitate aus den Heiligen Schriften der großen Religionen gelesen, jeweils zu unterschiedlichen Themen. Der gestrige Abend drehte sich um das Wesen der Seele: was sie ist, woher sie kommt, wohin sie geht und was ihr zum Wachstum verhilft. Es war wirklich sehr sehr schön, vor allem, weil mir wieder bewusst wurde wie ähnlich sich die Religionen in diesen essentiellen Fragen doch sind. Es ist immer wieder eine Wohltat, dies zu spüren; vor allem in einer Zeit heftigster tagespolitischer Streitereien, bei welchen es mehr um Machtgewinn als um geistige Wahrheiten geht.

Juniorgruppen mal ganz anders — die außergewöhnliche Kernaktivität

Mittwoch, den 24. Mai 2006

Als 70jähriger Senior verbringe ich Mittwochs und Donnerstags zwischen 9 und 14 Uhr an einer Greifswalder Schule mit etwa 350 SchülerInnen meine Tätigkeit als Schulmediator. Anfang März hat die Schuldirektorin mit „Seniorpartner in School“, kurz SiS, einen Vertrag geschlossen, der es mir ermöglichte, in der Schule mit Kindern auf der freiwilligen Basis zu arbeiten.

Den Kindern und dem Lehrkörper wurde ich auf dem Schulhof vorgestellt und von der Schulleitung ebenso von den älteren Lehrerinnen begeistert begrüßt. „Dieser Mann ist für Gewaltfreiheit” “… und er ist zur Schweigen verpflichtet, er erzählt niemanden von Gesprächen die ihr mit ihm habt…auch nicht den Lehrern…“

»RUHI« in Münster

Freitag, den 24. März 2006

Ruhi-Kurs in MünsterIn den drei Jahren, die ich (als Katholikin) mit einem Bahai verheiratet bin, wurde ich häufig mit dem Zauberwort “RUHI” konfrontiert — und gefragt, ob ich nicht an einem solchen Kurs teilnehmen will. Ruhi-Kurse? Nicht gerade eine selbsterklärende Bezeichnung… Nun hab ich tatsächlich an einem solchen Kurs teilgenommen, aber in einem Satz definieren was es ist, gelingt mir immer noch nicht so recht. Da berichte ich lieber einfach darüber, wie es war.

Entdecke, wer Du wirklich bist

Dienstag, den 21. März 2006

Es macht wirklich Freude zu sehen, dass die Menschen gerne mit dem Bahai-Glauben in Kontakt kommen möchten. Die Kursreihe “Entdecke wer Du wirklich bist” gibt ihnen die Gelgenheit dafür. In immer mehr Städten wird diese Kursreihe angeboten, in der ähnlich wie bei Ruhi-Kursen des Bahai-Instituts, anhand der Schriften Bahaullahs und Abdul-Bahas über die geistige Seite im Menschen nachgedacht und gesprochen wird.

Die Menschen, die sich für diesen Kurs interessieren und teilnehmen sind sehr offene und liebe Menschen (so meine Erfahrungen). Und die Begegnung mit Bahá’í ist ungezwungen. (mehr dazu: www.entdecke-kurse.de)

Kinderklassen

Sonntag, den 5. März 2006

BildungsnotstandDie Baha’i Gemeinde legt besonderes Augenmerk auf die Integration und Erziehung der Kinder: „Kinder sind der kostbarste Schatz, den eine Gemeinde besitzen kann, denn in ihnen liegt die Verheißung und die Garantie für die Zukunft. In ihnen liegt keimhaft der Charakter der zukünftigen Gesellschaft, der im Wesentlichen durch das gebildet wird, was die Erwachsenen der Gemeinde für die Kinder tun oder zu tun versäumen. Sie sind ein Pfand, das keine Gemeinde ungestraft vernachlässigen darf.“ In diesem Sinne werden die Kinder nicht nur als vollwertige Gemeindemitglieder behandelt und ihren Bedürfnissen ausreichend Platz eingeräumt, sondern es finden auch regelmäßig Kinderklassen statt, die übrigens allen Kindern offen stehen, nicht nur denjenigen, die aus Baha’i-Familien stammen. Hier werden der Glaube an Gott, Werte und Tugenden vermittelt und soziale Kompetenz gefördert, spielerischen und künstlerischen Elementen kommen dabei eine besondere Rolle zu.

Offene Bahai Kinderklassen

Freitag, den 3. März 2006

Gemeinde MünsterIn Münster gibt es nunmehr seit einigen Jahren Kinderklassen, die sich langsam entwickelt haben und heute für die Gemeinde einen guten Weg zur Öffnung nach außen darstellen. Damit Kinderklassen richtig gut funktionieren müssen einige Anforderungen erfüllt sein, die ich zum Schluss benennen werde. Natürlich waren uns nicht alle Punkte am Anfang so klar. Emanuel und ich kamen vor zwei Jahren zu Kinderklassen wie die Jungfrau zum Kinde.

Wir hatten mit Disziplinproblemen zu tun, und die Kinder waren nicht mit soviel Begeisterung bei der Sache, wie wir es uns gewünscht hätten. Das Alter der Kinder lag anfangs zwischen 3 und 9 Jahren, die Teilnehmerzahl wechselnd zwischen 6 und 12.