Archiv der Kategorie Interreligiöser Dialog

Englische Neujahrswünsche

Freitag, den 23. März 2007

In England sind die Spitzenpolitiker aufmerksam genug, um auch den dortigen Bahai zum Neujahrsfest (Naw Ruz) regelmäßig freundliche Glückwünsche zu übersenden. Bis das auch in unserem schönen Land eines Tages passiert, müssen wir uns an den englischen Texten laben ;-) , die ich niemandem vorenthalten möchte.

Zunächst die diesjährigen Wünsche des Premierministers Tony Blair:

BlairMESSAGE FROM THE PRIME MINISTER, THE RT HON. TONY BLAIR MP

March 2007

It gives me great pleasure, once again, to send my best wishes to the Bahai

Briefmarke zum interreligiösen Dialog im Kongo

Freitag, den 2. Februar 2007

Briefmarke KongoIst das nicht eine hübsche Briefmarke? Philatelisten mögen da unterschiedlicher Auffassung sein, aber ich finde es schön, welche Botschaft mit der Marke transportiert wird: »Gott ist die Quelle aller Religionen« liest man da oben im roten Balken. Dann sieht man die Symbole der 11 im Kongo vertretenen Religionsgemeinschaften (mittig oben: der »Bahai-Stern«). Und im Zentrum des Orbits, um den die Symbole der Religionen kreisen, steht ein Wort aus dem Schrifttum Bahaullahs: »So machtvoll ist das Licht der Einheit, daß es die ganze Erde erleuchten kann.«

Deswegen: eine wunderschöne Briefmarke! :-)

Bahai in Ägypten weiterhin rechtlos

Samstag, den 16. Dezember 2006

Aegyptische FlaggeTraurige Nachrichten diesmal aus Ägypten: nachdem zwischenzeitlich aufgrund eines Urteils eines Verwaltungsgerichts Hoffnung bestand, dass die Bahai ihre Religionszugehörigkeit in Ausweisdokumenten würden eintragen können, hat heute (16.12.) das oberste Verwaltungsgericht des Landes abschließend gegen ein klagendes Bahai-Ehepaar geurteilt. Das erste Urteil des (unteren) Verwaltungsgerichts hatte eine breite politische und gesellschaftliche Debatte ausgelöst, die in Parlament und Medien insbesondere von fanatischen Muslimen leidenschaftlich geführt wurde. Die Entscheidung bedeutet, dass die Bahai entweder bezüglich ihrer Glaubenszugehörigkeit lügen — eintragungsfähig sind allein drei Religionszugehörigkeiten: jüdisch, christlich, islamisch — oder auf Ausweispapiere verzichten müssen. Der Verzicht auf Ausweispapiere bedeutet wiederum fast völlige Entrechtung: kein Zugang zu Schulen für Bahai-Kinder, keine medizinische Versorgung, kein Eigentumsrecht, kein Bankkonto — oder kurz: keine Bürgerrechte.

Interkulturelle Woche in Potsdam

Samstag, den 30. September 2006

am Infostand 2

Am vergangenen Sonntag begann die jährlich stattfindende interkulturelle Woche mit einem Straßenfest. Die unterschiedlichsten Organisationen stellten sich mit Ständen vor und gaben Auskunft über ihre Tätigkeitsbereiche. Ein buntes Programm auf der Bühne bot eine gelungene Unterhaltung – Capoeiravorführungen, Bauchtänze, Kampfsportarten, Theaterdarbietungen und auch musikalische Untermalungen gab es zu sehen.

am Infostand 1

Die Bahai-Gemeinde präsentierte sich ebenfalls an einem der Stände und hatte das Glück sehr stimmkräftig auf der Bühne von Kindern und Jugendlichen vertreten zu sein mit einem Rap von Ariana zum Thema Unity. Unity RapWir hatten zahlreiche Unterstützung von Bahai-Freunden und konnten einige schöne Gespräche mit Interessierten führen – Menschen, denen „Bahai“ das erste Mal in ihrem Leben begegnet ist, und auch welchen, die schon einmal etwas davon gehört hatten – und wenn ihnen das Wort nur mal begegnet war.

ZuschauerZusammenfassend war es ein schöner sonniger Tag, der im Geiste des Friedens und Miteinanders begangen wurde.

Die Qual der Wahl

Sonntag, den 25. Juni 2006

Flughafen BRUXELLESAls Bahai haben wir es ja mit dem Gebet in Kirchen, Synagogen oder Moscheen nicht so schwer. Schließlich entstammen auch Jesus, Moses oder Mohammed aus der gleichen göttlichen Quelle, wenngleich sie auch uns Menschen den göttlichen Willen zu unterschiedlichen Zeiten kund getan haben. Und insbesondere Abdul-Baha, das Vorbild eines jeden Bahai, hatte zeitlebens in der Moschee gebetet wie auch in Kirchen Ansprachen gehalten. Wie aber entscheiden, wenn gleich alle Gotteshäuser einladen, in ihnen zu beten und zu meditieren? So geschehen im Brüsseler Flughafen, wo ich mich kürzlich aus beruflichen Gründen aufhalten musste und — der Abflug verzögerte sich — noch kurz in den Andachtsraum des schicken Flughafens »einkehren« wollte.

Vorstand von inter religion(e)s tagt im Bahai-Gemeindezentrum in Münster

Sonntag, den 5. März 2006

inter religion(e)sJuni 2005. inter religion(e)s – Forum für religiöse Bildung – bildet einen Zusammenschluss von Vertreter/innen verschiedener Religionen, Konfessionen und Weltanschauungen, die an Fragen der religiösen, interreligiösen und ethisch-weltanschaulichen Bildung interessiert bzw. beruflich oder wissenschaftlich mit ihnen befasst sind. Das Forum dient der wechselseitigen Information und Beratung seiner Mitglieder über Entwicklungen in der religiösen Bildung innerhalb der Religionsgemeinschaften sowie in öffentlichen Bildungseinrichtungen. Es fördert durch Tagungen, Seminare und Projekte den Austausch über Aktivitäten und Erfahrungen in der religiösen Bildung und über die Entwicklung religionspädagogischer Konzepte. Außerdem informiert und berät inter religion(e)s die interessierte Öffentlichkeit und unterstützt die Arbeitsstelle interreligiöses Lernen – AiL an der Universität Duisburg-Essen.

Runder Tisch der Religionen in Deutschland

Donnerstag, den 2. Dezember 2004

Auf Einladung der Weltkonferenz der Religionen für den Frieden (World Conference on Religion and Peace / WCRP) sind erstmals 1998 führende Vertreter und Repräsentanten aus Religionsgemeinschaften in Deutschland zu einem “Runden Tisch” zusammengekommen. Der Runde Tisch der Religionen in Deutschland ist ein eigenständiges Gremium, das regelmäßig zusammenkommt und alljährlich einen Tag der Religionen in Deutschland organisiert. Außerdem gibt der Runde Tisch Stellungnahmen zu aktuellen Themen heraus, so auch die folgende Stellungnahme zum Thema “Religionen gemeinsam für Toleranz und Integration”. Weitere Stellungnahmen siehe www.wcrp.de.