Archiv der Kategorie Gemeindeleben & Festtage

Erste Bahai-Trauung im Martha Rooth Haus

Donnerstag, den 27. Juli 2006

Jana und MarkusWenn man Bahai wird, ändern sich Ansichten, Werte, Lebensziele und dies zeigt sich doch schließendlich in unseren Taten. Den Entschluß Bahai zu werden, fasste ich im Martha Rooth Haus in Chemnitz und der Wunsch in diesem wunderschönen, geistigen Haus zu heiraten wurde Realität. Am 06.05.2006 fand zum ersten Mal eine Hochzeit in den Räumen des Martha Rooth Hauses statt. Der Weg dorthin war jedoch steil und holprig.

Die Flucht zu Dir

Dienstag, den 25. Juli 2006

Sieh in Ruhe, ungefangen,
eingefasst wie einen Stern.
Den Seine Finger formten lange,
bevor du wurdest Ihm so fern.

Lass vor allen dir erzählen,
aus der Zukunft auf dich sehen.
Auf daß vergangene Ichs erwählen,
was du geworden wärst im Gehen.

…aber der Geist ist schwach

Mittwoch, den 7. Juni 2006

UhrturmFreunde treffen, im üblichsten zu Hause vor der Kiste etwas zwischen die Zähne schieben, ins Bett fallen. Und morgen wieder. Und dann wieder und wieder, bis Wochenende ist. Da ersetzt das Einkaufen die Schufterei. Kann das alles sein?

Der Mensch besteht doch aus soviel mehr als nur müde oder hungrig sein. Also deshalb: »Liebes Seelenleben, ich weiß, du bist dir zu schade dafür, laut zu schreien, aber bevor du verhungerst, solltest du dich deutlicher bemerkbar machen.« Da stoßen wir auch schon an die Grenzen des Möglichen: Zeit. Wann nur ist davon etwas übrig?

Bahaullah hat dafür drei einfache Lösungen. Die ersten zwei kosten nicht viel, die dritte keine zusätzliche Zeit:

»Lest jeden Morgen und jeden Abend in den Heiligen Schriften,« empfiehlt Er uns. Das gibt einerseits einen Input für den Tag und lässt uns an andere Dinge als nur den Job denken. Das Lesen am Abend hilft uns anderseits, die Dinge zu verarbeiten und zu relativieren: Was ist wirklich wichtig? Doch nicht tatsächlich, dass Kollegen oder Freunde kritisieren und glauben, es besser zu wissen.

New York Times über die Verfolgung der Bahai im Iran

Samstag, den 3. Juni 2006

Für alle die des Englischen mächtig sind: die NY Times hat über die Verfolgung der Bahai im Iran berichtet (am 1. Juni). Der Artikel kann hier aufgerufen werden. Nur für den Fall, dass er dort nicht mehr lesbar sein sollte, lege ich den Text auch hier ab.

Geschichte eines Feiertages

Freitag, den 26. Mai 2006

Leider etwas verspätet bin ich auf eine Flash-Animation aufmerksam ge(macht)worden (danke Pascal!), die sehr anschaulich die Geschichte der Erklärung des Bab schildert: www.nybahai.org/declaration/.

Bahai wählen ihren »Nationalen Geistigen Rat« für das nächste Jahr

Montag, den 8. Mai 2006

Nationaler Geistiger Rat für das Jahr 163 B.E.Mehr als 750 Bahai aus ganz Deutschland nahmen am Wochenende des 29./30. April 2006 an der Jahrestagung der deutschen Bahai–Gemeinde in der Stadthalle Hofheim, Taunus, teil. Auf dieser Tagung wurde das nationale Leitungsgremium der deutschen Bahai–Gemeinde – der »Nationale Geistige Rat der Bahai in Deutschland« – neu gewählt. 57 Abgeordnete gaben ihre Stimme für 9 Personen aus der Gesamtheit der deutschen Gemeinde ab. Gewählt wurden: Dr. Shahab Behjat (Hamburg), Dr. Ramin Farahani (Essen), Gerda Haug (Tambach), Peter Held (Hagen), Stefan Hilger (Ingelheim), Foad Kazemzadeh (Garbsen), Dr. Hans Martin Noltenius (Bremen), Dr. Bahman Solouki (Hofheim) und Dr. Nicola Towfigh (Münster).

Die Abgeordneten drückten während der Beratungen ihre große Sorge über die jüngste Nachricht der UN-Sonderberichterstatterin für Menschenrechte und Religionsfreiheit, Asma Jahangir, aus, wonach ein vertrauliches Dokument des iranischen Militärs bekannt wurde, das eine totale Überwachung der Anhänger des Bahai-Glaubens im Iran anordnet. Bei der Jahrestagung wurde daher u.a. der Beschluss gefasst, die deutsche Öffentlichkeit auf die andauernden Menschenrechtsverletzungen an den Bahai im Iran aufmerksam zu machen.

Mosaiksteinchen

Sonntag, den 26. März 2006

MosaikDurch die Arbeit an dieser Seite bin ich auf viele für mich neue, große und kleine Webprojekte, Nachrichtenseiten und Blogs gestoßen, die in irgend einer Form Themen rund um das Bahai-Sein oder die Gemeinde aufgreifen. Ich würde mir wünschen, all diese Beiträge könnten hier gesammelt werden, so unterschiedlich sind sie und so spannend lesen sich die meisten von ihnen — manche sind ernst oder nachdenklich, manche sachlich-informativ, andere humorvoll, schräg oder gar verrückt; viele sind bunt, manche stylish, oft werden fröhliche Bilder präsentiert: Und alle würden dazu beitragen, ein differenziertes Bild der Bahai zu zeichnen. Man darf sicher hoffen, dass es hier bald noch etwas lebendiger zugehen wird, dass langsam und mit der Zeit mehr und mehr hier ihre Erfahrungen und Erlebnisse schildern. Bis dahin werde ich den ein oder anderen Hinweis oder Link einstellen, beispielsweise die folgenden:

“Feiertagsruhe”

Sonntag, den 19. März 2006

FeiertagsleereNaw Ruz ist für uns Bahai arbeitsfrei — wir feiern zwar keinen besonderen religiösen Anlass, aber eben so etwas wie Sylvester und Neujahr, und da ist ja auch frei. Allerdings lässt mich eines nicht mehr los, seit ich mit meinem damaligen Bürokollegen, David, über die Abschaffung eines christlichen Feiertages (zugunsten der Senkung der Lohnkosten) diskutierte: er wandte sich gegen die Abschaffung und entgegnete auf meinen Einwand, dass er ja Urlaub nehmen könne (wir hatten immer welchen übrig), dass das nicht dasselbe sei, denn schließlich sei essentielles Merkmal eines Feiertages, dass alle anderen auch frei haben, dass die Geschäfte zu seien und eine besinnliche Ruhe einkehre. Eine Facette, die mir bei “meinen” Feiertagen nie aufgefallen war! Und die ich seither vermisse… Vielleicht sollte ich daher eine Intitative starten: jede Religionsgemeinschaft sollte Anrecht auf EINEN allgemein arbeitsfreien “echten Feiertag” haben. Und die Lohnkosten? Na, auf die hat man ja auch keine Rücksicht genommen, als Davids Feiertag zu seiner Erleichterung dann doch nicht abgeschafft wurde… ;-)

Naw Ruz!

Sonntag, den 19. März 2006

FrühlingMorgen ein letztes Mal hungern und dürsten (jedenfalls in diesem Jahr): dann ist die Fastenzeit vorüber und mit dem letzten — in aller Regel mit der ganzen Gemeinde gemeinsam gefeiertern — Fastenbrechen beginnt für die Bahai das neue Jahr, Naw Ruz, das am selben Abend fröhlich ausgelassen gefeiert wird. Es passt in die Jahreszeit, mit dem langsamen Erblühen des Frühjahrs beginnt auch eine neue Zeit für jeden einzelnen.

100 Jahre Bahai-Gemeinde Deutschland,
15 Jahre Bahai-Gemeinde Potsdam

Montag, den 6. März 2006

Bahai-Gemeinde Potsdam Nachdem wir in diesem für die deutsche Bahá’í-Gemeinde besonderen und denkwürdigen Jahr (2005) schon so einige Höhepunkte erlebt haben, wollte auch die Potsdamer Gemeinde dieses hundertste Jubiläum zum Anlass der Freude über die vielen Entwicklungen, die der Glaube auf diesem Fleckchen Erde durchlebt hat, aber auch als Chance wahrnehmen, den Würdenträgern der Stadt, Bekannten und Freunden unsere Bereitschaft zur Mitwirkung am öffentlichen Leben Potsdams zu verdeutlichen. Da diese Stadt zum Gebiet der ehemaligen DDR zählt, fasste er hier erst nach dem Fall der Mauer Fuß, was wir nun 15 Jahre später als Anlass zur Feier eines zweifachen Jubiläums aufgreifen wollten.

100 Jahre Bahai in Deutschland — 35 Jahre Gemeinde Münster

Freitag, den 22. April 2005

Am 15.4.2005 veranstaltete die Bahai-Gemeinde in Münster einen überaus erfolgreichen Festakt aus Anlass der 100jährigen Bestehens der Bahai-Gemeinde in Deutschland, das mit dem 35jährigen Bestehen der Bahai-Gemeinde in Münster zusammenfällt. Einer der Pressebeiträge hier zur Information. Auf den Seiten des Evangelischen Kirchenkreises Münster — auch der Superintendent war unserer Einladung gefolgt — findet sich folgender kurzer Bericht: »Superintendent Dr. Dieter Beese gehörte zu den Gratulanten, die den Vertretern der Bahá’í-Gemeinschaft Glück und Segenswünsche zum 100jährigen Deutschland- und 35jährigen Münster – Jubiläum übermittelten.« »Beim Festakt im Erbdrostenhof am letzten Freitag zeigten auch zahlreiche weitere hochrangige Politiker und Vertreter von Religionsgemeinschaften den hohen gesellschaftlichen Stellenwert dieser besonderen Gemeinschaft, deren 50 Münsteraner Mitglieder sich in einem eigenen Gemeindezentrum in der Badestraße treffen. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass ihre Anhänger in vielen Ländern noch immer verfolgt werden, betonte der Festredner Ruprecht Polenz MdB seine große Sympathie für die wichtigen Grundsätze der Bahá’í. Hierzu gehören vor allem die Forderungen nach der Einheit der Menschheit und nach Toleranz gegenüber Andersgläubigen. In diesem Zusammenhang forderte Polenz eine neue Resolution der Vereinten Nationen zur Lage der Menschenrechte im Iran. Auch die übrigen Redner, Christoph Strässer MdB und Dr. Nicola Towfigh, Mitglied des europäischen Berateramtes der Bahá’í, unterstrichen die friedlichen Grundsätze dieser 1991 in Deutschland offiziell anerkannten Religionsgemeinschaft.« (nachzulesen unter: [erster Absatz], bzw. unter [zweiter Absatz])