Archiv der Kategorie Gedichte & Prosa

2 Völker + 2 Sprachen = Verständigung?!

Samstag, den 31. Januar 2009

bahai group

Gewiss, zwei Völker und zwei Sprachen werden einander nie sich so verständlich und so intim mitteilen können wie zwei einzelne, die derselben Nation und Sprache angehören. Aber das ist kein Grund, auf Verständigung und Mitteilung zu verzichten. Auch zwischen Volks- und Sprachgenossen stehen Schranken, die eine volle Mitteilung und ein volles gegenseitiges Vertrauen verhindern, Schranken der Bildung, der Erziehung, der Begabung, der Individualität. Man kann behaupten, jeder Mensch auf Erden könne grundsätzlich mit jedem andern sich aussprechen, und man kann behaupten, es gebe überhaupt keine zwei Menschen in der Welt, zwischen denen eine echte, lückenlose, intime Mitteilung und Verständigung möglich sei – eins ist so wahr wie das andre.

Hermann Hesse, Das Glasperlenspiel

Als ich nach einer langen Reise nach Hause kam, rief mich ein Freund aus einem fernen Land direkt am nächsten Morgen an, um zu erfahren, wie es mir ergangen ist. Den ganzen Beitrag lesen »

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Gedicht Garten des Herzens

Freitag, den 25. Januar 2008

Garten RidvanDer Garten des Herzens

Am Tore des Gartens stehen Menschen und schauen hinein,
Doch wollen nur schauen und treten nicht ein.
Und andere drehen im Garten behagliche Runden,
Atmen der Blumen Düfte tief,
Gedenken der Schönheit des Gartens, der sie rief,
Doch verlassen ihn wieder nach mehreren Stunden.
Aber auch gibt es die, die gehen hinein, bleiben ruhig stehen,
Und – verzaubert von der Pracht die sie sehen – ,
Werden für immer dort bleiben, dort ihr Leben zu leben,
Um den Garten zu pflegen, ihm alles zu geben.

Gedicht nach den Worten “Garten des Herzens” von Abdu’l-Bahá
- Original mit Quellenhinweis unter: bahai-library.com/wwwboard/messages99/155.html

Gedanken um Remarque

Dienstag, den 25. September 2007

LissabonFrüher hatte ich mal eine schöne Gewohnheit: Von den meisten Büchern, die ich gelesen habe, habe ich mir sie schönsten, interessantesten und denkenswertesten Stellen rausgeschrieben. Auf diese kleine Sammlung bin ich letztes Wochenende beim aufräumen gestoßen, und ein Abschnitt ist mir besonders ins Auge gefallen.

Die Stelle stammt aus „Die Nacht von Lissabon“ von Erich Maria Remarque.

In dieser Nacht im Jahre 1942 wird einem Flüchtling ein Angebot gemacht: Er bekommt die rettenden Schiffskarten nach Amerika wenn er dem Besitzer der Karten nur diese eine Nacht zuhört- er möchte ihm die Geschichte seines Lebens erzählen.

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Ich mit mir alleine

Samstag, den 24. März 2007

Baumnur Wände um mich herum
ich komme zur Ruhe
ich nehme die Stille wahr
ich beginne die Stille zu spüren
ich bin mit mir alleine
alleine mit mir
mein Atem wird hörbar
ich nehme mich wahr
Ruhe kehrt ein
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Begrenztheit

Samstag, den 27. Januar 2007

Zaun in den HimmelIch möchte ein paar Zeilen schreiben, über die Liebe und die Hoffnung,
und weiß doch — mein Verstand ist begrenzt, ebenso meine Empfindungen.
Ich möchte ein paar Zeilen schreiben, über das Leben und die Freude,
und weiß doch — mein Verstand ist begrenzt, ebenso meine Empfindungen.
Ich möchte ein paar Zeilen schreiben, über Geduld und Zuversicht
und weiß doch — mein Verstand ist begrenzt, ebenso meine Empfindungen.
Ich möchte ein paar Zeilen schreiben über die Gelassenheit und Gelöstsein
und weiß doch — mein Verstand ist begrenzt, ebenso meine Empfindungen.
Meine Lebens-Erfahrung ist zu gering um über alles schreiben zu können.
Was ich auch erfasse, erlebe, erfahre und begreife, es ist immer nur ein kleines Sandkorn aus dem gewaltigen Sandstrand des Lebens.
Ein Sandkorn unter vielen — und leider, mehr nicht! Den ganzen Beitrag lesen »

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Geschichte parallel gelesen

Donnerstag, den 25. Januar 2007

Tahirih in History (Buchcover)Wer zuerst darauf gekommen ist, wird wohl nicht mehr rekonstruiert werden. Fest steht: Die Frauenbewegung hat auf magische Art und Weise ihren gemeinsamen zeitlichen Anfang in verschiedenen Teilen der Welt: Während sich 1848 der erste Frauenkongress in Chicago formierte und gleiche Rechte für Frauen forderte, verkündete im gleichen Jahr im damaligen Persien eine Dichterin das Ende der Unterdrückung der Frau. Tahriih, die Reine, nahm auf einer öffentlichen Konferenz ihren Schleier ab und entsetzte damit die anwesenden Männer. Zeitzeugnisse beschreiben, wie die Verzweiflung einiger ob dieser Entblößung so groß war, dass sie sofort das Weite suchten. Ein Mann soll sich vor Schrecken selbst die Seele mit dem Säbel durchschnitten haben.

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Sehen, wo gar nichts zu sehen ist…

Samstag, den 2. Dezember 2006

WaldHaben Sie schon mal darüber nachgedacht, was Glauben wirklich bedeutet? In der deutschen Sprache sprechen wir von »ich glaube etwas« und »ich glaube an etwas«. Und irgendwie ist beides grundverschieden: Denn wenn ich etwas glaube, dann bin ich mir nicht sicher; doch wenn ich AN etwas glaube, dann bin ich mir GANZ sicher! Seltsam…

So kann ich zum Beispiel zu jemandem sagen: »Ich glaube, dass Du ein guter Mensch bist.« Das flößt meinem Gegenüber nicht gerade ein sehr warmes Gefühl ein, da ja offenbar noch ein kleiner Zweifel mitschwingt. Sage ich ihm aber: »Ich glaube an Dich.« ist das gleich eine ganz andere Aussage und auch ein ganz anderes Gefühl: Vertrauen, Liebe, Wärme. Den ganzen Beitrag lesen »

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Waage ist die Lehre

Sonntag, den 8. Oktober 2006

JustitiaDeine Wortbäume und Blumen
sprießen aus des Herzens Grund,
wie in Lichtadern geerntete Frucht,
gereift in den Sonnen Deiner Hand.

Ich bin das Schwert,
das Deine Hand zu führen liebt,
die Rose,
von Deiner Gunst gepflegt.

Du gabst Visionen mir
als Samen ein,
und Schlaf über der Erde
meines Herzens tief.

Augen sind des Allherrlichen Lehren,
lichte Augen für den Geist.
Die Waage,
auf der alles gewogen wird,
auf Gerechtigkeit geeicht.

“Welkes Blatt” von Hermann Hesse… und ein paar Ruhi-Gedanken

Donnerstag, den 28. September 2006

BlattJede Blüte will zur Frucht,
Jeder Morgen Abend werden,
Ewiges ist nicht auf Erden
Als der Wandel, als die Flucht.

Auch der schönste Sommer will
Einmal Herbst und Welke spüren.
Halte, Blatt, geduldig still,
Wenn der Wind dich will entführen.

Spiel dein Spiel und wehr dich nicht,
Laß es still geschehen.
Laß vom Winde, der dich bricht,
Dich nach Hause wehen.

Dieses Gedicht hat gestern einer unserer Ruhi 1-Kurs Teilnehmer mitgebracht … Den ganzen Beitrag lesen »

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Gebet-Gedicht

Sonntag, den 25. Juni 2006

Gebet zu Dir

Ich stehe hier
Ich will von Dir
Dass Du mich liebst
Dass Du mir gibst
Alles, was ich will.

Ich will – was wollt’ ich doch?
Ich steh’ – wo stand ich noch?
Dass Du mich liebst
Dass Du mir gibst
Alles, was Du zu geben hast.

Du willst – was willst Du denn?
Du stehst – wo stehst Du, wenn
ich Dich lieben will
ich Dir geben will
Alles, was Du mir gabst.

Johannes Rosenbaum

Das Meer

Samstag, den 10. Juni 2006


Liebe, alles durchdringende Liebe,
wie bist du mir fremd,
daß mein Herz im Dunkeln zehrt
von den kleinen Augenblicken,
die wie Schimmer der Morgensonne
auf dem Meer Deiner Allgegenwart aufleuchten.

Wie sehnt sich mein ganzes Wesen nach Dir,
daß es hinter jeder Mauer, hinter jeder Maske,
auf ein Zeichen hofft aus jenen Augen,
die alleine künden noch von Dir.
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Ein bewegendes Gedicht

Montag, den 1. Mai 2006

von der persischen Dichterin Tahirih

Auf deiner Liebe Weg,
verliebt und heimgesucht bin ich.
Wie lange widersprichst du mir?
Mit Gram um dich vertraut bin ich.
Dein Antlitz hast verschleiert du,
die Locke hast geringelt du,
hast dich von allen hier getrennt – von allen nun getrennt bin ich.

Die Milch bist du, der Zucker bist du,
der Zweig bist du, die Frucht bist du,
der Mond bist du, die Sonne bist du,
ein Stäubchen, ein Atom bin ich. Den ganzen Beitrag lesen »

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