Archiv der Kategorie Gebet und Meditation
Dienstag, den 22. Juli 2008
Meine Tochter (ich nenne sie mal Julia) lernte im Chat (März 2007) einen Asiaten kennen (ihm gebe ich den Namen Romeo) ☺.
Im Sommer 2007, bekniete mich Julia sehr lange um meine Einwilligung für eine Reise nach Asien, da sie Romeo in seinem Land besuchen möchte und auch sein Land kennen lernen wollte. Zu Beginn sagte ich ein striktes „nein“, doch letztendlich sagte ich „ja“ zu der Reise, obwohl Julia, zu dem Zeitpunkt erst 17 Jahre jung war.
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Samstag, den 7. Juni 2008
Erst wurde es nur mal kurz mal nebenbei erwähnt: Wir könnten ja mal eine Andacht machen…
So zwei, drei Wochen schleppten wir diesen Gedanken in unseren Köpfen von A nach B und wieder zurück. Irgendwann wurde es konkret. Wir fingen an zu planen, machten Termine, einigten uns über die Örtlichkeiten und berieten, wen wir einladen würden. Wir waren uns einig: Jeder sollte kommen dürfen. Dennoch wollten wir auch einige Menschen aus unserem Umfeld speziell ansprechen. Menschen, bei denen wir eine gewisse Empfänglichkeit spürten, bei denen wir das Gefühl hatten, dass es ihnen vielleicht gut tun könnte.
Gesagt, getan.
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Sonntag, den 2. März 2008
Heute hat die neunzehntägige Fastenzeit begonnen. Anlass zur Reflexion.

Baha’u’llah stellt in seinen Lehren das praktische Miteinander in den Mittelpunkt. Dem Mitmenschen zu dienen, das Allgemeinwohl zu fördern, Fortschritt und Frieden zu sichern — das ist der Hauptzweck der Religion. Auf den ersten Blick könnte man da meinen, dass Transzendenz und Spiritualität in Lehre und Praxis der Bahai keine Rolle spielen. Man neigt dazu, den Bahai-Glauben auf eine Soziallehre zu reduzieren. Das aber ist zu kurz gegriffen.
Baha’u’llah lehrt, dass der Mensch mehr ist als Materie, dass der Geist dem Körper das Leben gibt, der Geist den Körper bestimmt und erfüllt, so wie das Sonnenlicht die Dinge der Welt vor unseren Augen sichtbar macht. Die Wirklichkeit Gottes ist die Welt der Vollkommenheit. Sie ist das Licht, das alle Dinge erleuchtet.
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Dienstag, den 25. Dezember 2007
Es passt irgendwie immer, an jedem Tag in guten und in schweren Zeiten, in der Freude und in der Not – dieses wunderschöne Gebet von ‘Abdu’l-Bahá:
O Gott! Erquicke und erfreue meinen Geist. Läutere mein Herz. Entflamme meine Kraft. Alles lege ich in Deine Hand. Du bist mein Führer und meine Zuflucht. Ich will nicht mehr traurig und bekümmert, sondern glücklich und fröhlich sein. O Gott, Angst soll mich nicht länger plagen und Sorge mich nicht quälen. Ich will nicht bei den Widrigkeiten dieses Lebens verharren.
O Gott! Du meinst es besser mit mir als ich selbst. Ich weihe mich Dir, o Herr.
‘Abdu’l–Bahá
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Freitag, den 9. November 2007
Folgendes Interview mit Marek Engel aus dem Wiesbadener Tagblatt vom 1.11.2007 möchten wir unseren Lesern nicht vorenthalten:
Eigentlich ist Marek Engel Veranstaltungskaufmann. Privat hat es sich der 37-jährige jedoch zur Aufgabe gemacht, Angehörige verschiedener Religionen zusammen zu bringen. Der Grund: Nach seiner Überzeugung vermitteln viele Glaubensrichtungen ähnliche Botschaften – es gilt, diese zu entdecken und darüber zu sprechen.
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Donnerstag, den 19. April 2007
Am Sonntag, den 22. April — dem 2. Ridvan-Tag — sendet das Deutschlandradio Kultur um 6.56 Uhr (also nur für Frühaufsteher
) ein von den Bahai gestaltetes »Wort zum Tag«. Wer also so früh auf ist, dem sei der Beitrag anempfohlen — und der sei gleichzeitig gebeten, hier beizeiten darüber zu berichten! Die Frequenzen, auf denen Deutschlandradio Kultur empfangen werden kann, lassen sich hier nachschlagen.
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Samstag, den 24. März 2007
nur Wände um mich herum
ich komme zur Ruhe
ich nehme die Stille wahr
ich beginne die Stille zu spüren
ich bin mit mir alleine
alleine mit mir
mein Atem wird hörbar
ich nehme mich wahr
Ruhe kehrt ein
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Samstag, den 13. Januar 2007
Ich bin Alleinerziehend und lebe mit meinem Sohn Jg. 1988 und mit meiner Tochter Jg. 1990 zusammen. Erst seit 2006 bin ich Bahai. Vorher war ich katholisch, so wie meine Kinder es immer noch sind. Wobei sich meine Tochter sicher ist, dass sie irgendwann aus dem Christentum austritt. Nur weiß sie noch nicht für welche Religion sie sich entscheiden soll.
Dazu ein kleines Gespräch, das beim Frühstück inhaltlich so verlief.
Mein Sohn ist bereits in der Arbeit, so sind meine Tochter und ich beim Frühstück alleine.
Meine Tochter spricht über Religionen, und sie findet den Buddhismus interessant. Nur mit der Wiedergeburt kann sie sich nicht anfreunden. Und ebenso gefällt ihr der Grund, weshalb sie keine Tiere töten, nicht. Dass sie keine Tiere töten findet sie sehr gut, aaaaber der Grund ist ja: Das Tier könnte ein verstorbener Verwandter sein. Und meine Tochter möchte ja weiterhin im Sommer die lästigen Stechmücken zerdetschen dürfen. Somit steht der Buddhismus nicht ganz so gut, für sie, da.
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Dienstag, den 9. Januar 2007
Gestern Abend bekam ich überraschend einen Anruf von einem Freund, von dem ich dachte, dass er nach Hause gefahren sei — was er auch war. Nachdem er mir flüchtig ein frohes neues Jahr gewünscht hatte verriet er mir auch den wahren Grund seines Anrufs: Ein befreundetes Pärchen hatte einen Sohn bekommen, und er war gerade im Krankenhaus und hat den Kleinen zum ersten Mal auf dem Arm gehalten.
Alles schön und gut dachte ich, aber warum ruft er in der Situation grade mich an?
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Mittwoch, den 13. Dezember 2006
Dies ist der Tag, da jeder Mensch mit Wahrnehmungskraft den Duft der Brise des Allbarmherzigen in der Welt der Schöpfung entdeckt, da jeder Einsichtsvolle dem Lebenswasser der Gnade seines Herrn, des Königs der Könige, entgegeneilt.
(Aus dem Bahai-Schrifttum: Bahaullah, Botschaften aus Akka)
Wie jeden Morgen dieser Woche — einer Woche im kühl-feuchten Sommer — begann mein Tag mit einem Gähnen und Strecken. Ganz entgegen meinen Gewohnheiten weckte mich die innere Uhr sehr früh — so dass es schon hell war, aber ringsum noch alles schlief. Diese Stille… diese ungewohnte aber geliebte Ruhe, die es den Gedanken erlaubt zu schweifen… hach, wie selten war sie geworden im Alltagsleben.
Wie auch die Tage zuvor zog ich leise ein paar Socken und einen Pulli über den Schlafanzug und schlich leise aus dem Zimmer, stieg in meine Schuhe und trat aus der Tür.
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Donnerstag, den 26. Oktober 2006

Schon oft wurde ich von Freunden über den Sinn und Unsinn des Pflichtgebetes befragt — und selber habe ich auch schon oft darüber nachgedacht, vor allem in der Zeit, als ich die Bahai-Religion kennen lernte.
Ganz abgesehen davon, dass ich es inzwischen als ständigen Begleiter sehr lieb gewonnen habe, hat sich mir in der letzten Woche noch ein ganz anderer „Sinn“ offenbart.
Das Pflichtgebet erinnert mich jeden Tag aufs Neue daran, was mein Leben bedeutet, und hilft mir mich darauf zu besinnen, was mein Platz in dieser Welt ist, und wie ich diesen verantwortungsvoll nutzen kann (auch wenn es an der Umsetzung dieser Erkenntnisse natürlich oft hapert
)
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Dienstag, den 27. Juni 2006
Gestern Abend hatten wir wieder unsere Andachtsversammlung. Dabei werden jeden Monat mit musikalischer Untermalung Zitate aus den Heiligen Schriften der großen Religionen gelesen, jeweils zu unterschiedlichen Themen. Der gestrige Abend drehte sich um das Wesen der Seele: was sie ist, woher sie kommt, wohin sie geht und was ihr zum Wachstum verhilft. Es war wirklich sehr sehr schön, vor allem, weil mir wieder bewusst wurde wie ähnlich sich die Religionen in diesen essentiellen Fragen doch sind. Es ist immer wieder eine Wohltat, dies zu spüren; vor allem in einer Zeit heftigster tagespolitischer Streitereien, bei welchen es mehr um Machtgewinn als um geistige Wahrheiten geht.
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Mittwoch, den 29. März 2006
Nun sage ich mein Pflichtgebet, Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr, schon seit ich 15 Jahre alt bin. Auch davor habe ich es ab und zu gesagt (obwohl es erst ab 15 „Pflicht“ ist) und habe mich dabei eigentümlich „erwachsen“ gefühlt. Irgendwie verbindet es mich täglich mit meinem Schöpfer, immer wieder, jeden Tag.
Ich erinnere mich daran als ich noch klein war…
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