Archiv der Kategorie Bahai werden

Mein erstes Fasten

Dienstag, den 1. April 2008

Erdbeere macht Fasten schwer... :-)Aiaiaiaiai das war eine Erfahrung…. vom 2. bis 21. März habe ich zum ersten Mal gefastet!

Da ich nun endlich 15 bin und mich im Dezember zum Bahai erklärt habe, fiel das Gebot des Fastens erstmals für mich an. Das bedeutete für mich jeden Morgen ungefähr um 6 Uhr aufzustehen, um für den gesamten Tag bis Sonnenuntergang zu essen. Anfangs war dies für mich eine riesige Umstellung, da ich in der Schule nicht mehr das geliebte Pausenbrot zu mir nehmen konnte…!! Überdies wurde mir natürlich das ein oder andere mal in der Schule etwas vorgegessen… doch nach einiger Zeit hatte ich mich an solche Sachen gewöhnt und mir trotzdem ein Twix oder ähnliches fürs abendliche Fastenbrechen beim Schulkiosk gekauft.

Letzter Halt Bahá’í

Mittwoch, den 17. Oktober 2007

Letzter Halt: BahaiBesucher wollen auf einer Stadtrundfahrt Sehenswürdiges erleben. Und Sucher?
Die finden dort Begegnung und Verständigung zwischen Menschen verschiedener Religionen, zumindest bei einer interreligiösen Stadtrundfahrt. Seit 1993 arbeiten in Kiel Menschen verschiedener Religionen in Projekten wie diesem zusammen – koordiniert vom interreligiösen Arbeitskreis.

Auch in diesem Jahr fuhr ein wohlgefüllter Reisebus kreuz und quer durch Kiel.

Gedanken um Remarque

Dienstag, den 25. September 2007

LissabonFrüher hatte ich mal eine schöne Gewohnheit: Von den meisten Büchern, die ich gelesen habe, habe ich mir sie schönsten, interessantesten und denkenswertesten Stellen rausgeschrieben. Auf diese kleine Sammlung bin ich letztes Wochenende beim aufräumen gestoßen, und ein Abschnitt ist mir besonders ins Auge gefallen.

Die Stelle stammt aus „Die Nacht von Lissabon“ von Erich Maria Remarque.

In dieser Nacht im Jahre 1942 wird einem Flüchtling ein Angebot gemacht: Er bekommt die rettenden Schiffskarten nach Amerika wenn er dem Besitzer der Karten nur diese eine Nacht zuhört- er möchte ihm die Geschichte seines Lebens erzählen.

Wie das Bundesverfassungsgericht zu den Bahai führt…

Sonntag, den 11. Februar 2007

Richter des BundesverfassungsgerichtsNachdem ich nun schon lange versprochen hatte, diesen Artikel zu schreiben, habe ich es endlich auch begonnen zu tun.

Nun, wie kommt man als Jurastudent zum Bahai-Glauben? Doch, um genau zu sein, war ich zu der Zeit, als ich zum ersten Mal mit der Bahai-Sache in Kontakt kam, noch nicht Student, sondern Schüler der 12. Klasse in einer gymnasialen Klasse auf einem Oberstufenzentrum. Aufgrund spezieller Berufsorientierungen hatten wir dort die Möglichkeit, Recht als Grundkurs anstatt von Politik zu wählen, was ich auch tat. Am Ende der 12. Klasse behandelten wir dort das Thema Religion und Recht, so erhaschte auch mich der Tag, an dem ich einen Vortrag über dieses Thema, in welchem ich untersuchen sollte, wie es um das rechtliche Verhältnis zwischen dem deutschen Staat und nicht-christlichen Religionsgemeinschaften bestellt ist.  Ziemlich bald stieß ich dann auf den sogenannten Bahai–Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes (2 BvR 263/86, BVerfGE 83, 341).

Bahai in Salzburg

Samstag, den 30. Dezember 2006

SalzburgUnd BAHAI EINBLICKE entwickelt sich doch zur Presseschau… (und dann auch noch zu einer teils österreichischen!). Zumindest finde ich diese Beiträge selbst immer so interessant und erfreulich, dass ich sie niemandem vorenthalten möchte. Und sie sind ja auch immer recht persönlich und zeigen das bunte Mosaik »Bahai-Gemeinde«, gewähren also auf ihre Art »Einblicke«. Feedback erwünscht — wenn ich mit dem Posten von Zeitungsartikeln aufhören oder weitermachen soll (und für sonstiges Lob ;-) ) genügt eine E-Mail!

Beitritt per Postkarte
Bahá’í-Gemeinde in Salzburg: 50 Mitglieder
Salzburger Nachrichten • 29. Dezember 2006 • »Chronik«

Eva Hammerer, Salzburg (SN). Kerstin Nordt ist seit drei Jahren bekennende Bahá’í. Die gebürtige Deutsche trat vor Jahren aus der Kirche aus. Schon während ihrer Studienzeit war Nordt vom Gedankengut der Bahá’í-Religion fasziniert. Kennen gelernt hatte sie die Glaubensrichtung durch ihre beste Freundin.

Katholische Reli-Lehrerin (fast) schon immer Bahai

Freitag, den 7. Juli 2006

ReliunterrichtJa! – in meinem Herzen war ich Bahai, bevor ich von dieser neuen Religion hörte.

Den Absolutheitsanspruch, den Herrschaftsanspruch … der katholischen Amtskirche verstand ich noch nie. Wie oft musste sich Gott von mir anhören: „Du bist gerecht aber weshalb sendest Du „nur“ Jesus?“

Meine Toleranz anderen Religionen gegenüber hielt sich in Grenzen. Eigentlich war mir Religion egal. Als gebürtige, allgäuerische Urbayerin „genoss“ ich eine sehr strenge, ungerechte Erziehung, in der alle/s „Fremde“, alles „neue Unbekannte“, alle „anders denkenden Menschen“ nicht in das (Familien- u. Dorf-) Leben miteinbezogen wurden. Es galt bayerisch und katholisch zu denken und zu sein. So wuchs ich auf und tat mir mit diesem Leben irgendwie schwer. Ich fühlte mich, in dem kleinen Dorf, als nicht zugehörig. 1987 zog ich ohne Wehmut ins allgäuerische Baden Württemberg und über andere Religionen machte ich mir keine Gedanken, aber über Gott.

Meine Erklärungsfeier

Montag, den 5. Juni 2006

Als ich mich endlich erklären durfte, entschloss ich mich eine kleine Erklärungsfeier zu machen. Ich lud Familie und Freunde ein und bereitete die Andacht vor, die aus Verborgenen Worten, kleinen Gebeten und Texten bestand. Als alle Gäste da waren fingen wir mit der Andacht an, die von leiser und ruhiger Musik begleitet wurde. Am Ende der Andacht unterschrieb ich mein Erklärungslkarte.

Danach aßen wir zusammen und meine Schul- und Bahaifreunde lernten sich kennen. Später bat mich eine Schulfreundin ihr die Andachtstexte mitzugeben.

Es war noch ein sehr schöner und lustiger Abend.

Das große Grübeln

Montag, den 15. Mai 2006

Brasilito Beach, Costa Rica„Geistiges Glück ist ewiges Leben. Es ist Licht, dem kein Dunkel folgt…, Leben, das kein Tod ereilt, Sein, auf das kein Nichtsein folgt. Diesen erhabenen Segen, dieses kostbare Geschenk erhält der Mensch allein durch Gottes Führung.“ (Abdu’l-Baha, Star of the West)

Diese Führung brachte mich nach China. Das Land, in dem ich die Bahai kennen lernen durfte, in dem ich Erfahrungen machte, die mein ganzes Leben verändern sollten.

Mein erster Eindruck von den Bahai war: nette, offene und herzliche Menschen, die gerne und viel essen. Der Eindruck hat sich bis heute gehalten, auch wenn natürlich noch viele mehr hinzugekommen sind.

Ein erster Schritt

Freitag, den 7. April 2006

beschuhter Fuß?Es war einst ein kleines junges Mädchen von 17 Jahren mit kurzen braunen Haaren, einer Brille auf der Nase und einem klassischen „deutsche Gesellschaft“-Blick; nennen wir sie doch Maja. Sie lebte bei ihren Eltern in einem Dorf in der Nähe einer mittelgroßen Stadt, wo sie die Schule besuchte.

Mit ihren 17 Lenzen dachte Maja, schon genug von der Welt gesehen, gehört und erlebt zu haben, als dass man sich noch auf etwas wie Zukunft freuen konnte; war sie doch der Meinung, dass Krieg und Gewalt, was uns die Medien vermitteln, Missbrauch, Rassismus und andere schlechte Entwicklungen so überhand genommen haben, dass der Mensch nur noch mit Ängsten belastet existieren kann, wohl aber nicht wirklich leben. Warum sollte man sich dann auch noch dem Kreislauf des Lebens unterwerfen und den Nachkommen den „Dreck“ vererben.

Du bist Meine Lampe…

Dienstag, den 4. April 2006

Licht“O Sohn des Seins!
Du bist Meine Lampe, und Mein Leuchten ist in dir. Entnimm daraus dein Licht und suche niemanden als Mich, denn Ich habe dich reich erschaffen und Meine Gunst über dich ergossen.”
(Bahaullah, Die Verborgenen Worte)

Dieses Verborgene Wort ist mir das Liebste. Trotz seiner Kürze ist es so bedeutsam und umfassend für mich.

Eines Abends, als ich gerade erst von der Existenz der Bahai-Religion erfahren hatte, lag ich in meinem Bett und hielt ein kleines Buch mit der Zusammenstellung einiger Zitate in der Hand. Eine Freundin gab es mir, um einen groben Überblick über einzelne Inhalte des Glaubens zu erhalten. Interessiert las ich ein Zitat nach dem anderen. An diesem aber musste ich innehalten. Nie zuvor haben Worte meine Seele berührt. Selten habe ich es mir gestattet Tränen zu vergießen. Dieses Verborgene Wort aber gab mir erstmals das Gefühl als ein kleiner Mensch von vielen doch auch ein Puzzlestein dieser Welt zu sein — zu einer Zeit, als mich der Großteil meiner Umgebung gegenteiliges annehmen ließ.