Archiv der Kategorie Brandenburg

Ein historischer Reisebericht

Dienstag, den 7. August 2007

7.2007 Ruhi 4.4Eine lange Reise liegt hinter uns. Wir unternahmen sie zu Fuß, auf dem Esel und auch zu Wasser mit dem Schiff. Insgesamt führte sie uns durch 6 Länder und über 2 Kontinente. Die Reise von der ich spreche, ist die virtuelle Pilgerreise mit dem Potsdamer Ruhi 4 Kurs.

Lange vor der Abreise standen viele der Teilnehmer schon wochenlang auf gepackten Koffern und warteten sehnsüchtig auf den Startschuss. Endlich fand sich eine Reiseführerin und unternahm die beschwerliche aber unvergessliche Reise mit uns. Am Anfang wussten wir nicht, ob die Zeit ausreichen und wir unser Ziel erreichen würden, was uns aber nicht davon abhielt aufzubrechen.

Echte Perlen für das Schweizer Haus

Montag, den 6. August 2007

Der erste Samstag im August fing für einige Freunde aus unserer Bahá’í-Gemeinde bereits um 6 Uhr an. 8.2007 Flohmarkt4Grund für das frühe Weckerklingeln war ein Spendenprojekt für die dringende Sanierung und den Umbau des Schweizer Haus in Stuttgart. Es ist eines der Häuser, die Abdu´l-Bahá in Deutschland besuchte – das einzige in Bahá’í-Besitz – und darum heute eine historische Gedenkstätte. Unsere Gemeinde wollte sich gerne beteiligen und beschloss, einen Stand auf einem Trödelmarkt zu stellen, um den Erlös anschließend dem Schweizer Haus zu spenden.

Eine gemeinsame Entdeckungsreise durch die Bahai-Geschichte

Montag, den 26. März 2007

Es war im Sommer des letzten Jahres, als einige Freunde aus unserer Gemeinde beschlossen, gemeinsam die vertiefte Lektüre eines Bahai-Buches zu starten. Welches Buch aber würde sich wohl eignen – davon ausgehend, dass ja jeder schon ganz unterschiedliche Schriften studiert hat? guardianWir entschieden uns nach reiflicher Überlegung für „Gott geht vorüber“, worin Shoghi Effendi eine so detaillierte, eindrucksvolle Beschreibungen der geschichtlichen Entwicklung der Bahai-Religion darlegt. Es ist ein sehr umfangreiches Werk, woran wir wohl auch noch eine Weile zu lesen haben werden, aber auf Zeit kommt es ja dabei nicht an.

“extreme Ruhi-activity”

Samstag, den 17. März 2007

Ruhi3KinderklasseSemesterferien. Endlich. Keine Vorlesungen mehr, gemütlich eine Hausarbeit schreiben, endlich mal entspannen, eine ruhige Fastenzeit…

Ein schöner Ausflug nach Frankfurt/Oder

Samstag, den 10. März 2007

FFO-Ruhi2Ruhi 2 war fast vorbei, nur die Hausaufgaben waren mal wieder noch nicht gemacht…

Also musste ein williges Opfer her, das bereit war, mit uns einige Themen zu vertiefen.

Ein Bahai in Frankfurt/Oder, der sonst immer den weiten Weg zu uns auf sich nimmt, erklärte sich schnell bereit, uns zu empfangen.

Also Ruhi-Bücher eingepackt und ab in den Zug nach Frankfurt! Zur Begrüßung gab es polnischen Tee — den wir uns selber ausgesucht hatten, denn den Bildern auf der Packung nach sah er aus wie Kräuter-Zitronentee. War er aber leider nicht, denn er schmeckte nach einhelliger Meinung nach Heu (oder zumindest so, wie Heu riecht, probiert haben wir es schließlich noch nicht).

Nachdem wir den Heutee entsorgt hatten, konnte es dann losgehen: Wir redeten über das Leben Bahaullahs, über den Bund Gottes und über das Neunzehntagefest.

Wie das Bundesverfassungsgericht zu den Bahai führt…

Sonntag, den 11. Februar 2007

Richter des BundesverfassungsgerichtsNachdem ich nun schon lange versprochen hatte, diesen Artikel zu schreiben, habe ich es endlich auch begonnen zu tun.

Nun, wie kommt man als Jurastudent zum Bahai-Glauben? Doch, um genau zu sein, war ich zu der Zeit, als ich zum ersten Mal mit der Bahai-Sache in Kontakt kam, noch nicht Student, sondern Schüler der 12. Klasse in einer gymnasialen Klasse auf einem Oberstufenzentrum. Aufgrund spezieller Berufsorientierungen hatten wir dort die Möglichkeit, Recht als Grundkurs anstatt von Politik zu wählen, was ich auch tat. Am Ende der 12. Klasse behandelten wir dort das Thema Religion und Recht, so erhaschte auch mich der Tag, an dem ich einen Vortrag über dieses Thema, in welchem ich untersuchen sollte, wie es um das rechtliche Verhältnis zwischen dem deutschen Staat und nicht-christlichen Religionsgemeinschaften bestellt ist.  Ziemlich bald stieß ich dann auf den sogenannten Bahai–Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes (2 BvR 263/86, BVerfGE 83, 341).

Die Ruhi-Spülmaschine

Dienstag, den 2. Januar 2007

Spülmaschine_1

Da bei uns in der Gemeinde zur Zeit ein Ruhi-Kurs den anderen jagt und uns der kulinarische Aspekt des Ganzen auch sehr wichtig ist ;-) , folgte nach jedem Ruhi (wahlweise natürlich auch 19 Tage Fest oder sonstigen Aktivitäten) eine Versammlung in der Küche, um für die Gastgeberin alles wieder in den gewohnt ordentlichen Zustand zu bringen.

Als Christin uns dann plötzlich eine alte Spülmaschine anbot, zögerten wir nicht lange — die mussten wir haben!

Das Problem war nur: Wie kriegen wir sie her? Es musste sobald wie möglich geschehen, denn die Wohnung, in der die Spülmaschine noch stand, musste abgegeben werden. Terminfindung ist in unserer Gemeinde sowieso eine schwere Geburt und irgendwie fanden wir hinten und vorne keinen geeigneten Termin. Es wurde eine Nacht- und Nebelaktion. Mit dem Auto meiner Schwester und dem Schlüssel der Hausherrin ausgestattet, fuhren wir ohne Karte, mit wenig Ahnung, aber frohen Mutes ins brandenburgische Land.

»Meines Vaters Land« — die Frage der Verantwortung

Dienstag, den 5. Dezember 2006

StauffenbergIch hatte heute abend das Glück, zu einem Treffen der Stiftung 20. Juli 1944 (Attentat auf Hitler durch Stauffenberg) eingeladen zu sein, an dem Wibke Bruhns aus ihrem Buch »Meines Vaters Land« las und Fragen beantwortete.

Das Buch hatte ich bereits vor 2 Jahren gelesen und kann es generell nur jedem empfehlen, der die Menschen im dritten Reich verstehen will. In dem Buch geht es um die Familie der Autorin und ihr Verhalten unter Hitler.

Ihr Vater wurde als Mitverschwörer des 20. Juli 1944 im August 1944 hingerichtet, obwohl er anfangs von Hitler begeistert war. In ihren Recherchen um zu verstehen wie es dazu kam — warum er anfangs begeistert war und warum er sich dann entschied, gegen Hitler zu kämpfen — beginnt sie interessanterweise bei ihrem Urgroßvater und zeichnet so ein sehr klares Bild davon, wie Generationen sich weiterentwicklen, aber auch wie sie sich beeinflussen, und wie sie sich durch ihre Umwelt mitreißen lassen.

Am Sonntag wird gefeiert!

Dienstag, den 7. November 2006

GeburtstagstorteAm Sonntag (12. November) feiert die gesamte Bahai-Welt (mit Freunden und Bekannten) den Geburtstag Bahaullahs. Manche begehen das Gemeindefest auch schon am Samstag Abend, da nach dem Bahai-Kalender der Tag bereits mit dem Sonnenuntergang des Vortages beginnt. So können sie den Sonntag dann mit weiteren netten Aktivitäten im Kreise der Familie und Freunde gestalten.

Irgendwie faszinierend, wenn man sich vorstellt, dass jede(r) Bahai in jedem Ort der Erde an diesem Tag dieses Fest begeht! Und ich würde mich ja brennend dafür interessieren, wie die einzelnen Gemeinden dieser Welt dieses Fest gestalten??? Feste Formen gibt es nicht; kein Baum, keine vorgegebenen Lieder, kein traditionelles Essen; aber was machen sie denn dann, die Bahai hier und dort???

Interkulturelle Woche in Potsdam

Samstag, den 30. September 2006

am Infostand 2

Am vergangenen Sonntag begann die jährlich stattfindende interkulturelle Woche mit einem Straßenfest. Die unterschiedlichsten Organisationen stellten sich mit Ständen vor und gaben Auskunft über ihre Tätigkeitsbereiche. Ein buntes Programm auf der Bühne bot eine gelungene Unterhaltung – Capoeiravorführungen, Bauchtänze, Kampfsportarten, Theaterdarbietungen und auch musikalische Untermalungen gab es zu sehen.

am Infostand 1

Die Bahai-Gemeinde präsentierte sich ebenfalls an einem der Stände und hatte das Glück sehr stimmkräftig auf der Bühne von Kindern und Jugendlichen vertreten zu sein mit einem Rap von Ariana zum Thema Unity. Unity RapWir hatten zahlreiche Unterstützung von Bahai-Freunden und konnten einige schöne Gespräche mit Interessierten führen – Menschen, denen „Bahai“ das erste Mal in ihrem Leben begegnet ist, und auch welchen, die schon einmal etwas davon gehört hatten – und wenn ihnen das Wort nur mal begegnet war.

ZuschauerZusammenfassend war es ein schöner sonniger Tag, der im Geiste des Friedens und Miteinanders begangen wurde.

“Welkes Blatt” von Hermann Hesse… und ein paar Ruhi-Gedanken

Donnerstag, den 28. September 2006

BlattJede Blüte will zur Frucht,
Jeder Morgen Abend werden,
Ewiges ist nicht auf Erden
Als der Wandel, als die Flucht.

Auch der schönste Sommer will
Einmal Herbst und Welke spüren.
Halte, Blatt, geduldig still,
Wenn der Wind dich will entführen.

Spiel dein Spiel und wehr dich nicht,
Laß es still geschehen.
Laß vom Winde, der dich bricht,
Dich nach Hause wehen.

Dieses Gedicht hat gestern einer unserer Ruhi 1-Kurs Teilnehmer mitgebracht …

Ein schöner Ruhi 1-Kurs neigt sich seinem Ende zu…

Mittwoch, den 27. September 2006

Vor einiger Zeit hat die Gemeinde in Potsdam den Entschluss gefasst, einen neuen Ruhi-Kurs ins Leben zu rufen, da es Interessenten gab, die sich näher mit der Bahai-Sache vertraut machen wollten. Ein paar Bahai, die den Kurs schon einige Zeit zuvor durchlaufen hatten, entschlossen sich auch daran teilzunehmen, um die blassen Erinnerungen daran ein wenig auffrischen zu können. Anfangs war ich zugegebenermaßen nicht ganz überzeugt davon, ein weiteres Mal das Buch durchzugehen, da sich mein Fortkommen bezüglich der Kursreihenfolge in den letzten Jahren doch als ein recht langwieriger Prozess herausgestellt hat. Doch Freunde berichteten wiederholt ihre Erfahrungen – man habe viel diskutiert, gelacht und — nicht zu vergessen! — gegessen ;)

Also kam ich zu dem Entschluss, da es ja bereichernd sein könnte, dem Kurs nun doch mit Verspätung beizuwohnen – und ich kann nur sagen, ich habe gut daran getan!

Siehe, es ging ein Sämann aus, zu säen…

Dienstag, den 27. Juni 2006

SaatGestern Abend hatten wir wieder unsere Andachtsversammlung. Dabei werden jeden Monat mit musikalischer Untermalung Zitate aus den Heiligen Schriften der großen Religionen gelesen, jeweils zu unterschiedlichen Themen. Der gestrige Abend drehte sich um das Wesen der Seele: was sie ist, woher sie kommt, wohin sie geht und was ihr zum Wachstum verhilft. Es war wirklich sehr sehr schön, vor allem, weil mir wieder bewusst wurde wie ähnlich sich die Religionen in diesen essentiellen Fragen doch sind. Es ist immer wieder eine Wohltat, dies zu spüren; vor allem in einer Zeit heftigster tagespolitischer Streitereien, bei welchen es mehr um Machtgewinn als um geistige Wahrheiten geht.

100 Jahre Bahai-Gemeinde Deutschland,
15 Jahre Bahai-Gemeinde Potsdam

Montag, den 6. März 2006

Bahai-Gemeinde Potsdam Nachdem wir in diesem für die deutsche Bahá’í-Gemeinde besonderen und denkwürdigen Jahr (2005) schon so einige Höhepunkte erlebt haben, wollte auch die Potsdamer Gemeinde dieses hundertste Jubiläum zum Anlass der Freude über die vielen Entwicklungen, die der Glaube auf diesem Fleckchen Erde durchlebt hat, aber auch als Chance wahrnehmen, den Würdenträgern der Stadt, Bekannten und Freunden unsere Bereitschaft zur Mitwirkung am öffentlichen Leben Potsdams zu verdeutlichen. Da diese Stadt zum Gebiet der ehemaligen DDR zählt, fasste er hier erst nach dem Fall der Mauer Fuß, was wir nun 15 Jahre später als Anlass zur Feier eines zweifachen Jubiläums aufgreifen wollten.