Lieben und geliebt werden
10. Dezember 2008 | Beitrag eingestellt von Karoline | Bisher 2,958 Aufrufe
Jeder Mensch, der schon einmal die Erfahrung gemacht hat geliebt zu werden und selbst zu lieben, der wird mir zustimmen, dass es eine der schönsten Erfahrungen ist, die wir auf dieser Welt machen können. Doch was ist Liebe überhaupt? Eine Macht, auf die wir keinen Einfluss haben? Ein überwältigendes Gefühl, welches uns blind werden lässt?
Liebe ist für mich die wunderbare Kraft, die alles zusammenhält. Sie steckt in allem, sie hätte die Macht, die ganze Welt zu vereinen – wenn wir sie nur ließen!
Die Liebe braucht unsere Unterstützung. Wenn wir täglich gegen sie arbeiten, dann kann sie nicht wachsen, weder in uns noch in anderen. Wir können sie nicht erzwingen, aber wir können ihr Nährboden geben, wir können gut zu ihr sein, wenn sie auftaucht, wir können sie pflegen, wenn sie vorhat zu bleiben. Zu oft wird die Liebe erstickt – unter Hass und Angstgedanken. Zu oft wird ihr kein Raum zur Entfaltung gegönnt, weil wir alles mit uns selbst ausfüllen. Klar, wir müssen uns selbst lieben, um lieben zu können, doch wir sollten diese Liebe nie mit Narzissmus verwechseln.
Nicht nur der romantischen Liebe sollten wir einen Platz in unserem Leben geben. Man kann nie einen Menschen wirklich lieben, wenn man nicht die ganze Welt liebt! Wer seine Liebe nur auf eine Person ausschüttet gerät leicht in ein ungesundes Abhängigkeitsverhältnis, das für keinen Beteiligten gut sein kann. Liebe fühlt sich nicht wohl, wenn sie eingeschränkt und zentriert wird, sie braucht Weite, damit sie sich entwickeln und ihre ganze Stärke entfalten kann.
Unser großes Ziel sollte es nicht sein, alles dafür zu tun, damit wir geliebt werden. Nein. Wir sollten unsere Liebe geben ohne immer und immer wieder eine Gegenleistung zu erwarten.
Denn was wir geben, kommt von allein zu uns zurück!











