Print This Post  Musikalische Heimkreise on tour durch Berlin und Potsdam

24. September 2008 | Beitrag eingestellt von Maria | Bisher 2,893 Aufrufe

wir fahren los

Eine so unerwartet schöne Woche liegt nun hinter mir - gefüllt von tollen Erfahrungen und berührenden Erlebnissen.

Alles begann an einem Wochenende, an dem Freunde aus Berlin, Potsdam und sogar aus Rostock zusammenkamen, um sich zu vertiefen, zu lernen, zu essen;) und um Aktivitäten zu planen, die wir mit vereinten Kräften angehen wollten. Schließlich ist es uns als Bahá’í ein Herzensanliegen die Vision der Einheit der Menschheit weiter zu tragen und gemeinsam darauf hinzuarbeiten.

„Wir arbeiten und beten für die Einheit der Menschheit, damit … alle Länder zu ‘einem Lande’ werden, damit alle Herzen wie ein einziges schlagen und für vollkommene Einheit und Brüderlichkeit zusammenwirken.“

(’Abdu’l-Bahá, Ansprachen in Paris)

In der darauf folgenden Woche nun hatte ich die Ehre in einem wundervollen Team mitzuwirken, das es sich zur Aufgabe gemacht hatte, an fast jedem Abend einen musikalischen Heimkreis anzubieten. Aber was ist das eigentlich und worum geht es dabei? Ein „Heimkreis“ – das kennt sicher der ein oder andere – ist zumeist ein Abend, an dem jeder herzlich eingeladen ist, sich gemeinsam über geistige Themen auszutauschen. Auch in Potsdam gibt es solch gemütliche Abende, an denen Bahá’í, Christen, Muslime und auch Atheisten teilnehmen und über z.B. Prinzipien, Werte und Tugenden diskutieren.

  ueben

Bei den musikalischen Heimkreisen ging es darum, Freunde willkommen zu heißen, die gern mehr über den Bahá’í-Glauben erfahren wollten. So fuhren wir also jeden Nachmittag der Woche - immer gut bepackt mit Liedern, Gitarre, der ganzen Technik und unseren doch so manches Mal aussetzenden Stimmbändern ;) – zu einer Familie aus der Umgebung, ließen ihnen das Herz stocken, wenn wir eine kleine oder größere Umgestaltung des Wohnzimmers vornahmen, und feilten hier und da noch an dem ein oder anderen Lied, bevor die ersten Gäste langsam eintrudelten. Die Gastgeber hatten immer ein tolles und oft üppiges Essen vorbereitet (weshalb ich die Woche bestimmt 3 Kilo schwerer beendet habe;), um zunächst unsere Körper mit Nahrung zu versorgen, bevor es um die geistige Kost gehen sollte. mmmmhSo hatten wir Gelegenheit wundervolle Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen kennen zu lernen. Anschließend begannen wir mit einer von Musik und Gesang begleiteten Präsentation über das Ziel und einige Lehren des Bahá’í-Glaubens, wobei alle Anwesenden herzlich eingeladen waren uns stimmkräftig bei den vertonten Zitaten aus den Bahá’í-Schriften zu unterstützen. Und es war eine große Freude zu sehen, wie viele doch in den Chor einstimmten und sich mit lächelnden Gesichtern von den Klängen tragen ließen – so fiel es auch nicht auf, dass unsere eigenen Stimmen manchmal – wie ein lieber Freund meinte – „untergingen“ ;) Gitarre Kaum dass wir mit unserem letzten und liebsten Lied „If thou lovest Me“ – einem Zitat von Bahá’u’lláh – die Präsentation beendet hatten, waren wir auch schon mitten in wundervollen, tiefen und sehr bereichernden Gesprächen mit den Gästen, die doch so einige Fragen hatten. Wir redeten über Gott und unsere Beziehung zu Ihm, über Prinzipien des Glaubens, über das Leben und Wirken Bahá’u’lláhs, über Zitate, konkrete Aktivitäten, die die Bahá’í-Gemeinde anbietet, sowie auch über Fragen der praktischen Umsetzung der Lehren im persönlichen Leben und und und… Es waren so zahlreiche und schöne Unterhaltungen, so tolle Erfahrungen und Begebenheiten…

Ich erinnere mich an eine Frau, die beim Anblick der Worte Bahá’u’lláhs über die Einheit der Menschheitsfamilie Tränen in den Augen hatte.

Ich denke gern zurück an eine Freundin, die uns mit einem strahlenden Gesicht und freudigen Herzen zur Verabschiedung fest umarmte.

Ich entsinne mich der Worte eines anderen Gastes, der so dankbar war für die liebevolle Gemeinschaft und die berührenden Gespräche, der es als „Fügung“ sah, den Glauben kennen gelernt zu haben und sich versicherte, uns auch auf jeden Fall wieder sehen zu können.

Es war wirklich eine besondere Zeit – eine Zeit, in der ich jede Nacht glücklich und mit einem Lächeln auf den Lippen ins Bett fiel – erfreut über die Herzlichkeit und Offenheit, der Menschen, die ich kennen lernen durfte und dankbar für ein von der Liebe zu Bahá’u’lláh und zur Menschheit erfülltes Zusammenwirken unseres kleinen Teams.

’Abdu’l-Bahá sagte einst bei seinen Ansprachen in Paris – und dem möchte ich mich gern anschließen: „Ich danke Gott, dass wir in diesem großen Ideal vereint sind, dass meine Sehnsucht auch die eure ist und dass wir in vollkommener Einigkeit zusammenwirken.“

Eine Reaktion zu “Musikalische Heimkreise on tour durch Berlin und Potsdam”

  1. Karoline

    Gänsehaut…

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