7. Seminar zur Förderung der Bahá’í-Studien in Tambach zum Thema: Die Weltordnung Bahá’u’lláhs
2. Juni 2008 | Beitrag eingestellt von Karoline | Bisher 2,071 Aufrufe
Vom 22. bis zum 25. Mai 2008 fand in Tambach das 7. Seminar zur Förderung der Bahá’í-Studien unter der Schirmherrschaft der Gesellschaft für Bahá’í-Studien (GBS) statt. Ich war eine von ca. 80 Personen, die diese schöne Zeit erleben und genießen durften. Für viele war es nicht das erste Mal, dass sie sich im Rahmen dieses Studienseminars gemeinsam mit anderen interessierten, offenen und vor allem diskussionsfreudigen Bahá’í und Nicht-Bahá’í in teilweise sehr komplexe geistige Themen vertieft haben. Dennoch ist kein Jahr wie das vorherige, denn natürlich gibt es auch hier engagierte Personen, die sich intensiv darum kümmern, immer wieder Verbesserungen zu erwirken – nicht nur im Bereich der Essensversorgung.
Die Organisatoren luden fünf verschiedene Redner ein, die hauptsächlich über unterschiedlichste Aspekte zum Thema „Die Weltordnung Bahá’u’lláhs“, aber auch über andere wissenswerte Erkenntnisse sprachen. Herr Ian Semple, ehemaliges Mitglied des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, bereicherte das Wochenende durch viele sehr interessante Beiträge, die er häufig mit persönlichen Erlebnissen ausschmückte. Die unglaubliche Bescheidenheit und Freundlichkeit, mit der er auftrat, bewegte und beeindruckte zutiefst.
Jeder Teilnehmer hatte weiterhin die Möglichkeit insgesamt vier Workshops zu unterschiedlichen Thematiken zu besuchen, die zur Vertiefung des Wissens über die Weltordnung beitragen sollten. Es ging auch darum, das nötige Rüstzeug zu erwerben, um kompetent auf potentielle Fragen antworten zu können. Es wurde viel gelesen, erklärt und diskutiert.
“Es ist aller Menschen Pflicht, eines jeden nach seiner Fähigkeit, die Argumente derer zu widerlegen, die den Gottesglauben angreifen. So wurde es von Ihm, dem Allmachtvollen, dem Allmächtigen, verfügt. Wer die Sache des einen, wahren Gottes verbreiten will, der soll dies durch seine Feder und seine Zunge tun, anstatt zum Schwert zu greifen oder Gewalt zu üben.”
(Bahá’u’lláh, Ährenlese)
Es war ein Wochenende des Austausches, der auch nach den Vorträgen und Workshops nicht zum stoppen kam. Der hohe Grad der Geistigkeit, der die meiste Zeit in der Luft lag, schien die Anwesenden zu umhüllen.
Für mich, die ich das erste Mal dabei war, war es wie eine Reise auf einen anderen Stern. Die Intensität nahm mich gefangen und gab mir das Gefühl, in eine ganz neue, tiefe Sphäre abgetaucht zu sein. Manch einer, für den solch eine Vertiefung nichts Neues mehr ist, mag abgeklärter darüber reden. Dennoch wird mir niemand widersprechen, wenn ich sage, dass ein Gefühl von Einheit in der Luft lag, von dem jeder noch lange zehren wird.











