Print This Post  Die göttliche Frühlingszeit ist angebrochen…

24. April 2008 | Beitrag eingestellt von Sabrina | Bisher 2,456 Aufrufe

… oh Erhabenste Feder, denn das Fest des Allbarmherzigen naht mit Eile.” Dies ist der erste Satz des 14. Kapitels der Ährenlese mit dem Bahaullah die Tafel zum Fest Ridvan einleitet. Um dieses Fest gebührend zu feiern, kamen die Bahai und ihre Freunde aus Potsdam am Sonntag abend zusammen.

So viele waren gekommen, dass händeringend nach Sitzgelegenheiten gesucht wurde. Nach einem herzlichen Willkommensgruß wurde die Feier mit einer Andacht eingeleitet. Danach gaben die Jüngeren der Anwesenden eine kurze Einführung in die Geschichte von Ridvan. Damals hatte Bahaullah jeden Morgen eigenhändig Rosen an diejenigen verteilt, die er aus seiner Gegenwart verließ, um sie seinen persischen und arabischen Freunden der Stadt Baghdad in Seinem Namen zu überreichen. Auch jeder der Anwesenden bekam eine Rose überreicht, damit sie oder er sich an diesen ersten Ridvantag erinnern kann.

Anschließend gab es reichlich zu Essen und zu erzählen. Mit gefüllten Bäuchen wurden alle wieder zusammen gerufen, denn es sollte gewichtelt werden. Jeder hat das bestimmt schon einmal gemacht und deshalb existierten auch genauso viele Regeln, wie Gäste da waren. Es fand sich zum Glück jemand, der einfach neue Regeln aufstellte. Zunächst dürfte der Jüngste beginnen. Merkwürdigerweise sprangen gleich 2 Personen auf. Der Jüngste konnte leider noch nicht springen und würfelte mit Hilfe der Mama ganz souverän das erste Mal in seinem Leben.

Bei 29 Anwesenden gab es natürlich pro Runde 29 mal “Juhu-Rufe” und genauso viele “Oh-nein” Aussprüche. Nach der 1. Runde hatte jeder ein Geschenk, dass es nun wieder zu verlieren galt. Man könnte meinen, dass sich lediglich die Jüngeren von der Größe eines Geschenkes beeindrucken ließen, dem war nicht so. Auch die Älteren stiefelten bei einer gewürfelten 6 geradewegs auf das größte Geschenk im Raum zu, um es gegen ein deutlich Kleineres zu tauschen. Nach der letzten Runde wurde vorgeschlagen, dass jeder sein Geschenk auspackt und dann noch einmal getauscht werde. Das wurde aber lautstark von einer Anwesenden vehement abgeschmettert, die das größte Geschenk in den Händen hielt. Es wurde dann in friedlicher Atmosphäre das getauscht, das der eine vielleicht eher brauchen konnte, als der andere. Am Ende hatte jeder ein schönes Andenken an diesen ersten Ridvantag.

Das folgende schöne Zitat aus der Ährenlese (151:3) soll jeden den Frühling gebührend empfangen lassen:

Höret auf Mich, ihr sterblichen Vögel! Im Rosengarten unvergänglicher Pracht begann ein Blume zu blühen, mit der verglichen jede andere Blume nur ein Dorn ist und vor deren strahlender Herrlichkeit das wahre Wesen der Schönheit verblassen und vergehen muss. So erhebet euch und trachtet mit aller Begeisterung eures Herzens, mit allem Verlangen euerer Seele, mit der ganze Inbrunst eueres Willens und mit dem gesamten Bemühen eueres ganzen Seins danach, zum Paradiese Seiner Gegenwart zu gelangen, und strebet danach, den Duft der nie verwelkenden Blume zu spüren, die süßen Düfte der Heiligkeit zu atmen und euer Teil an diesem Dufthauch himmlischer Herrlichkeit zu erlangen.

2 Reaktionen zu “Die göttliche Frühlingszeit ist angebrochen…”

  1. Karoline

    wunderschöner artikel :-)

  2. Nadi

    Ja, es war soooo wunderschön! Danke, dass Du das für uns festgehalten hast. :-) !!!

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