Print This Post  Mein erstes Fasten

1. April 2008 | Beitrag eingestellt von Pascal | Bisher 3,013 Aufrufe

Erdbeere macht Fasten schwer... :-)Aiaiaiaiai das war eine Erfahrung…. vom 2. bis 21. März habe ich zum ersten Mal gefastet!

Da ich nun endlich 15 bin und mich im Dezember zum Bahai erklärt habe, fiel das Gebot des Fastens erstmals für mich an. Das bedeutete für mich jeden Morgen ungefähr um 6 Uhr aufzustehen, um für den gesamten Tag bis Sonnenuntergang zu essen. Anfangs war dies für mich eine riesige Umstellung, da ich in der Schule nicht mehr das geliebte Pausenbrot zu mir nehmen konnte…!! Überdies wurde mir natürlich das ein oder andere mal in der Schule etwas vorgegessen… doch nach einiger Zeit hatte ich mich an solche Sachen gewöhnt und mir trotzdem ein Twix oder ähnliches fürs abendliche Fastenbrechen beim Schulkiosk gekauft.

Das Fasten zusätzlich erschwert haben mir dennoch einige Dinge:
Sehr schwer war es beispielsweise für mich beim Fußball-Training oder nach dem Schulsport nichts zu trinken. Oder dass die letzten Fastentage in den Schulferien lagen, sodass man eigentlich hätte ausschlafen können. Außerdem zogen sich die Ferien-Tage während der Fastenzeit unglaublich in die Länge und man begann beim shoppen in der Stadt schnell mit dem seibeln, wenn man allein an einer Bäckerei vorbeiging. Man kann sagen, dass sich der Geruchssinn in diesen Tagen stark verbessert hat!! Die schwerste Zeit in der Fastenzeit waren aber auf jeden Fall die ersten Tage in denen der Körper sich erst aufs Fasten einstellen muss. Von der Uhrzeit her war die Zeit zwischen 14 und 17 Uhr am schlimmsten. Nach dieser Zeit ist es auch egal ob man noch eine Stunde wartet oder nicht, sodass es ein Leichtes ist, es auszuhalten. Außerdem wird in der Zeit schon der Reis angestellt… und man freut sich aufs Essen.

Und als die Sonne dann endlich untergegangen war konnte man so viiiieeeel essen wie man wollte und alles nachholen was man tagsüber vermisst hatte. Ich glaube, ich habe durchschnittlich einen Teller mehr beim Abendessen gegessen… und nicht zu vergessen die Tüten Chips, die danach noch anfielen…..

Aber alles in allem ist Fasten auf jeden Fall eine gute Sache. Man wendet sich geistigeren Themen zu und man kann sich minimal vorstellen, wie sich hungernde Menschen fühlen. Man isst mit viel mehr bedacht, und nimmt nicht ab! Es ist schwer, aber letztendlich ist man dann am 21.März schon stolz drauf, durchgehalten zu haben!!!!!

Eine Reaktion zu “Mein erstes Fasten”

  1. Nadi

    Danke für diesen lebendigen Bericht, den ich auch sehr gut nachvollziehen kann – leider auch das mit dem 2. Teller und dem nicht-Abnehmen ;-)
    Dass Du Dir schon beim Schulkiosk den Proviant für’s Abendessen holst, finde ich ja echt originell. Kommt mir fast vor, als würdest Du es Dir damit noch extra schwer machen, den ganzen Tag so mit dem Twix in der Tasche ;-) Hut ab, der Standhaftigkeit!!!

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