Print This Post  früh morgens in der Fastenzeit

6. März 2008 | Beitrag eingestellt von Nadi | Bisher 2,880 Aufrufe

MorgenrotNormalerweise stehe ich morgens nie früh auf, habe den Sonnenaufgang wohl zum letzten Mal während der letzten Fastenzeit erlebt ;-) Doch denke ich mir in diesen Tagen immer wieder, wie wunderschön es eigentlich ist, morgens vor der Sonne aufzustehen und beim Frühstück den knallroten Himmel zu beobachten. Nach dem Frühstück dann in Ruhe beten und nachdenken, den Tag in Gedanken schon mal gestalten. Sich neue Dinge vornehmen, innere Knoten lösen, geistige Wege beschreiten, neuen Mut und neue Kraft entwickeln. Keine Hetze, kein Gerenne – sondern innere Ruhe und Muße…

Eigentlich schade, dass ich das nicht öfter schaffe. In den 19 Tagen der Fastenzeit kommt es mir wie ein Segen vor, an jedem anderen Tag wäre es wohl eine Qual.

So ist es auch mit dem Hunger: als würde der Magen wissen “es ist Fastenzeit”, stellt er sich drauf ein und meckert kaum (!). An jedem anderen Tag des Jahres kann mein Nachmittag nicht ohne Mittagessen eingeleitet werden. Doch jetzt… Irgendwie stellt sich der Körper richtig gut auf Fastenzeit-Modus ein, immer wissend, dass es ein heiliges Gebot ist, ein Segen und eine Kur für Körper und Seele. Er knurrt nicht mal mehr ;-)

Sonnenaufgang

“Glücklich seid ihr, daß ihr dem Gebote Gottes gehorcht und das Fasten in der heiligen Zeit gehalten habt; denn körperliches Fasten ist äußeres Zeichen geistigen Fastens, es ist ein Symbol für Selbstzucht, dafür, daß man sich aller Triebe des Selbstes enthält, die Merkmale des Geistes annimmt, vom Himmelsodem weggetragen wird und an der Liebe Gottes Feuer fängt.”

Abdu’l-Baha

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