Wege zum Glück
19. Oktober 2007 | Beitrag eingestellt von Christin | Bisher 2,838 Aufrufe
„Es möge jederman auf euch hindeuten und fragen: „Warum sind diese Menschen so glücklich?”
Ich wünsche, dass ihr glücklich seid, (…) dass ihr lacht, strahlt und euch freut, damit andere durch euch glücklich werden.“
Abdu’l-Baha, The Promulgation of Universal Peace, p. 217
Was brauchen wir für ein gelungenes Leben? Und was macht uns glücklich? Diese Fragen haben sich in der Antike schon die griechischen Philosophen gestellt und zwei Antworten formuliert: Glücklich werde, wer die Lust maximiere und die Unlust minimiere, behaupteten die einen (Aristippos und Epikur). Glück sei nur durch einen tugendhaften Lebenswandel zu erreichen, befanden die anderen (Aristoteles).
Mittlerweile beschäftigt die Frage nach dem guten Leben nicht mehr nur die Philosophen, sondern auch die Psychologen. Die Positive Psychologie hat den beiden Wegen zum Glück der Griechen einen dritten hinzugefügt – das „engagierte Leben“. Die Psychologen unterscheiden zwischen drei Lebensstilen: dem an Genuss und Vergnügen orientierten „pleasant life“ (Hedonismus); dem „engaged life“, bei dem es darum geht, das eigene Potenzial zu verwirklichen und Tugenden und Charakterstärken zu entwickeln und dem „meaningful life“, das der Sinnsuche gewidmet ist. Das sinnerfüllte Leben, besteht darin, seine eigenen Stärken zu erkennen und diese in den Dienst an etwas „Größerem“ zu stellen.
Martin Seligman, der Begründer der Positiven Psychologie behauptet: „In einem mit Bequemlichkeiten angefüllten Leben verkümmern die menschlichen Stärken und Tugenden, während sie in einem Leben, das in freier Wahl seine Erfüllung in sich seelisch lohnendem Handeln sucht, gedeihen.“
Ein Blick in die heiligen Schriften der Bahá´i eröffnet eine Fülle von Zitaten zum Thema Glück und wie wir es als Menschen erreichen können. Was heute in der Wissenschaft durch Studien belegt wird, wurde dort bereits eindeutig beschrieben, wie die folgene Auswahl deutlich machen will:
„Des Menschen Glück ist, die himmlischen Gaben zu erwerben, die durch Gottes überreiche Gnade auf ihn hernieder strömen. Im Duft der Liebe Gottes liegt das Menschen Glück.“
Abdu’l-Baha, The Promulgation of Universal Peace, p. 185
„Die göttlichen Tugenden und Eigenschaften sind alle klar und offenbar; sie wurden in allen heiligen Büchern erwähnt und beschrieben. Unter ihnen sind Vertrauenswürdigkeit, Wahrhaftigkeit, Reinheit des Herzens in der Zwiesprache mit Gott, Langmut, Ergebenheit in alles, was der Allmächtige verordnet, Zufriedenheit mit allem, was sein Wille bestimmt, Geduld, ja Dankbarkeit inmitten von Leiderfahrungen und vollkommenes Vertrauen auf Ihn in allen Lebenslagen. Nach Gottes Werturteil zählen diese Tugenden zu den höchsten und lobenswertesten aller Taten. Alle anderen Taten sind zweitrangig, diesen nachgeordnet, und werden es immer bleiben. …“
Bahaullah, Aehrenlese
„Dieses Glück der Menschen jedoch besteht ausschließlich darin, der Schwelle Gottes, des Allmächtigen, näher zu kommen und den Frieden und die Wohlfahrt jedes einzelnen Angehörigen des Menschengeschlechts, sei er hoch oder niedrig, zu sichern; und die besten Mittel, dieses zweifache Ziel zu erreichen, sind die hervorragenden Tugenden, die der Menschenwelt, verliehen worden sind.“
Abdu’l-Baha, Das Geheimnis Goettlicher Kultur
“Der Mensch wird höchstes Glück erlangen und die Zeichen Gottes in der Welt und in der Menschenseele schauen, wenn er auf dem Schlachtroß hehren Bestrebens in die Kampfbahn der Kultur und der Gerechtigkeit prescht.”
Abdu’l-Baha, Das Geheimnis Goettlicher Kultur
Der Weg zum Glück steht klar beschrieben, nur gehen müssen wir ihn schon selbst und am besten beginnt man ihn mit dem ersten Schritt. Viel Glück!











