Print This Post  Ein historischer Reisebericht

7. August 2007 | Beitrag eingestellt von Sabrina | Bisher 2,250 Aufrufe

7.2007 Ruhi 4.4Eine lange Reise liegt hinter uns. Wir unternahmen sie zu Fuß, auf dem Esel und auch zu Wasser mit dem Schiff. Insgesamt führte sie uns durch 6 Länder und über 2 Kontinente. Die Reise von der ich spreche, ist die virtuelle Pilgerreise mit dem Potsdamer Ruhi 4 Kurs.

Lange vor der Abreise standen viele der Teilnehmer schon wochenlang auf gepackten Koffern und warteten sehnsüchtig auf den Startschuss. Endlich fand sich eine Reiseführerin und unternahm die beschwerliche aber unvergessliche Reise mit uns. Am Anfang wussten wir nicht, ob die Zeit ausreichen und wir unser Ziel erreichen würden, was uns aber nicht davon abhielt aufzubrechen.

Wir begannen die erste Etappe auf den Spuren des Báb. Von Shíráz im Iran aus ging es los über Karbílá im Irak, Medina und Mekka in Saudi Arabien bis wir am Ende in Tabríz anlangten. Viele Stunden verbrachten wir mit dem Erzählen von Geschichten aus der damaligen Zeit, die immer jemand anderes zu berichten wusste. Wenn diese Form des Wiedergebens des unvorstellbaren gesegneten Lebens des Bàb nicht ausreichte, griffen wir zu schauspielerischen Methoden, die die früheren Ereignis bildlich verdeutlichen sollten, was u.a. zu Freudensausbrüchen führte.

Die zweite Etappe unserer Reise führte uns entlang des Lebensweges von Bahá’u'lláh, der Sonne der Wahrheit. In Teheran durchlebten wir die wahnsinnigen Torturen im Síyáh-Chál (Schwarzes Loch) und sangen mit den Eingekerkerten „Gott genügt mir, Er ist wahrlich der Allgenügende!“ wie auch „Auf Ihn lasst den Vertrauenden vertrauen!“. Nach diesen Qualen schleppten wir uns mitten im Winter, mit ungenügenden Vorräten und nur mit Gottes Hilfe über die Berge von Kurdistan. In Badhdad der Hauptstadt des Irak angekommen, verbrachten wir 10 Jahre zusammen mit Bahá’u'lláh. Bevor wir die Stadt verließen, feierten wir mit anderen Gläubigen im Garten Ridván ein großes Fest. Weiter ging die beschwerliche Reise über Konstantinopel ins ferne Adrianopel bis hin nach ‘Akká einer verseuchten Gefängnisstadt. Jeder der Mitreisenden kann ein Lied von der Geschichte des „über die Stadt fliegenden, dabei aufgrund der Seuchengerüche, abstürzenden Vogels“ singen. Das Ende unserer Reise verbrachten wir dann im Landhaus von ‘Abbúd und Bahjí, in denen wir Edward Granville Browne kennenlernten.

7.2007 Ruhi 4.2Der letzte Tag unserer virtuellen Reise wurde mit Fotos von echten Pilgerreisenden und deren Erzählungen über unvergessliche Momente gekrönt. Die gezeigten Bilder brachten uns die erlebten Reisemomente noch einmal bildlich vor Augen.

Ich denke ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass keiner der Reisenden dieses unternommene Abenteuer mit den herausragenden Offenbarern Báb und Bahaullah vergessen wird. Zumal die eine oder andere die richtige Pilgerreise noch vor sich hat.

Ich danke an dieser Stelle ganz herzlich, den Reiseführern, den Mitreisenden, den Oasenbesitzern und vor allem den Proviantversorgern und Musikanten für diese wunderschöne historische Reise.

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