Echte Perlen für das Schweizer Haus
6. August 2007 | Beitrag eingestellt von Nadi | Bisher 2,585 Aufrufe
Der erste Samstag im August fing für einige Freunde aus unserer Bahá’í-Gemeinde bereits um 6 Uhr an. Grund für das frühe Weckerklingeln war ein Spendenprojekt für die dringende Sanierung und den Umbau des Schweizer Haus in Stuttgart. Es ist eines der Häuser, die Abdu´l-Bahá in Deutschland besuchte – das einzige in Bahá’í-Besitz – und darum heute eine historische Gedenkstätte. Unsere Gemeinde wollte sich gerne beteiligen und beschloss, einen Stand auf einem Trödelmarkt zu stellen, um den Erlös anschließend dem Schweizer Haus zu spenden.
Nach einem gemeinsamen Frühstück machten wir uns mit 2 Autos und vielen gefüllten Kisten auf den Weg zum Trödelmarkt am John-F.-Kennedy-Platz in Berlin Schöneberg. Jeden Samstag und Sonntag zwischen 9 und 16 Uhr kann man dort von Kunst bis Krempel alles erstehen, was das Sammer-Herz begehrt.
Die erste Regel auf dem Flohmarkt ist: Rechtzeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze. So waren bereits gegen 7.30 Uhr die besten Plätze reserviert. Endlich haben auch wir uns mit unserem Stand gut platziert. Nachdem wir mit unseren Flohmarktnachbarn genau die Grenzen der Stände verhandelt und unseren Tapeziertisch aufgebaut haben, packten wir unsere Schätze aus den Kisten aus. Die frühen Schnäppchenjäger konnten es gar nicht erwarten bis wir damit fertig waren und so begann sofort das fröhliche Verhandeln um einen fairen Preis.
Schönes Wetter und gute Laune trugen dazu bei, dass das Handeln und Verkaufen viel Spaß gemacht hat. Einige von uns entwickelten eine richtige Leidenschaft dafür: „Nur nicht zu preiswert verkaufen!“ war ihre Devise. Die Angebotspalette war sehr vielfältig. Von Kinderbüchern, Kerzenständern, Kleidung, Schmuck, Geschirr, Skateboard oder Roller bis hin zur Nudelmaschine gab es an unserem Stand viele Dinge zu erstehen. Viele nutzten den Flohmarkt als Gelegenheit, sich von einigen Dingen zu trennen und mal wieder Platz zu schaffen. Oft wurden durch die gespendeten Gegenstände Erinnerungen an vergangene Zeiten oder beispielsweise an Reisen wachgerufen.
Als besonders wertvolle Rarität stellten sich aus China importierte echte Perlenketten heraus, die mit einem ehrbaren Preis einen großen Anteil der Einnahmen ausmachten. Von 9 bis 15 Uhr gaben wir alles, um unsere Ware anzupreisen. Gegen 15 Uhr setzten wir zum Endspurt an und verkauften noch einige Gegenstände zum Feierabend-Schön-Wetter-Preis.
Nachdem wir nun die nicht verkaufte Ware wieder in den Autos verstaut haben, verriet uns ein Kassensturz die Einnahmen des Tages. Mit dem Ergebnis waren wir alle sehr zufrieden.
Und dies wäre alles nicht möglich gewesen ohne die vielen Flohmarktspenden unserer Freunde und der Unterstützung durch Autos, Tische, Lagerplatz im Keller oder einem Besuch an unserem Stand, bei dem die meisten dann selbst noch ein Schnäppchen schossen – frei nach dem Motto: „Wir sind selbst unsere besten Kunden“.
Vielen Dank für diesen wunderbaren Tag! Ich freu mich schon aufs nächste Mal.












Am 7. August 2007 um 00:22 Uhr
Es ist so schön zu sehen, welchen Einfluss der kurze Besuch Abdul-Bahas in diesem Haus auch heute noch, fast 100 Jahre später, auf die Menschenherzen nicht nur in Stuttgart ausübt. Wer gehört hat von den Erzählungen der Begegnung mit ihm, der weiß, welche Freude und Zuversicht von ihm ausging. Alle Zwistigkeiten und Meinungsverschiedenheiten waren in seiner Gegenwart vergessen. Aller Kummer, alle Last von der Seele genommen. Das Glück, Abdul-Baha zu treffen, gab allen Freunden neues Leben und neue Kraft. Seine Botschaft war so einfach wie überzeugend: Er sprach nicht nur von Liebe, er verkörperte sie. Sein sehnlichster Wunsch war die Versöhnung von Ost und West, die Einheit der Menschheit. Danach tatkräftig zu streben, sich einzusetzen für den Frieden und die Mitmenschlichkeit, war seine Botschaft, die er den Menschen verkündete und vorlebte: “Jedes Herz wird dann erfrischt und jedes Auge aufgetan, die wundervollste Kraft gewonnen und das Glück der Menschenwelt gesichert sein.”