Print This Post  Das Bahai-Sommerfest in Langenhain

28. Juni 2007 | Beitrag eingestellt von Emanuel | Bisher 2,154 Aufrufe

Heute erreicht uns ein wunderbarer Bericht vom Bahai-Sommerfest am vergangenen Sonntag in Langenhain, den wir Ihnen unmöglich vorenthalten können! :-)

— beigetragen von Norbert —

Groß ist der Schatten, der dem geplanten Sommerfest in Langenhain vorauseilte. Unglaublich viele Dinge gibt es zu bedenken und stets scheint es, als würde dieses Ereignis nicht stattfinden können, mangelt es doch in allen Bereichen an hilfreichen Händen. Erscheinen doch erst in letzter Minute genau jene helfenden Hände, die herzhaft zugreifen und anpacken. So auch in diesem Jahr.

Schon vor der Zeit waren die ersten Besucher eingetroffen. Erhofften sich so einen guten Parkplatz oder einen regensicheren Platz, denn lange sah es danach aus, dass dieser nicht lange auf sich warten lassen würde. Doch es blieb trocken. Die Stimmung war ausgezeichnet und sollte sich jemand allein oder fremd gefühlt haben, der war es sicher nicht lange. Die mitreißende Art der Freunde ließen alle Scheu und Fremdheitsgefühle beiseite stellen. Alle waren mittendrin und ein jeder in seiner Art beteiligt. Es wurde erzählt, sich ausgetauscht und lange nicht getroffene Freunde mit großer Begeisterung begrüßt. Man herzte und küsste sich — wie bei einer übergroßen Familienfeier. Und genau das Empfinden hatten viele. Wer mit dabei war, der war genau mittendrin. Die Jüngsten umlagerten ausdauernd die Hüpfburg und andere die sorgfältig aufgestellten Imbissbereiche; schließlich lud man zur internationalen Küche ein. Der Videoraum, gedacht für den der etwas mehr Ruhe wollte, auch dieser quoll über von dem Andrang der Gäste. Toll, einfach toll.

Die Bücherstube hatte für einen Tag ihre Ruhe und Besinnlichkeit aufgegeben. Der Ansturm der Menschen verteilte sich auf die Etagen des Zentrums und viele Gespräche wurden am Rande dieses turbulenten Geschehens geführt. Viele Gäste sind der Einladung der Freunde gefolgt, schlicht mitgefahren oder haben sich selber auf den Weg gemacht; andere sind quasi nachbarschaftlich über den Zaun gekommen und haben sich den vielen Gästen und Besuchern angeschlossen. Es ist immer wieder ein Erlebnis. Die Menschen unterschiedlicher in Herkunft, Rassen, Stand und Denke in Eintracht beieinander zu finden. Sie sprechen über Gott und die Welt, erleben die Bahai in einer Atmosphäre von Liebe, Freundlichkeit, ausgesuchter Höflichkeit, Verständnis, gegenseitiger Hilfe und in gemeinsamer Andacht.

So etwas habe ich schon lange nicht mehr erlebt, sagt ein reifer Mann zu seiner Frau beim Verlassen des Tempels. Er hatte die mehrsprachige Andacht erlebt und den Chor gehört. War er es, der sich etwas aus dem Auge wischte, oder hatte eine Träne ihm den Weg zu seinen Gefühlen vermittelt? Er wollte noch einmal zu den Büchern, wie er meinte und schien immer noch tief in Gedanken zu sein. Später traf ich ihn wieder und wir kamen miteinander ins Gespräch. Er hatte den Arm voller Literatur und meinte, dass er das ändern müsse, dass er sich erst einmal zu informieren habe. Wir tauschten die Telefonnummern und versprachen Kontakt zu halten.

Den vielen Künstlern, Musikern und auftretenden Kinder und auch den „bauchtanzenden Müttern“ sei an dieser Stelle von Herzen gedankt. Sie waren es, die sich auf die Bühne stellten und den Gästen ein abwechslungsreiches Programm boten. Das Wetter machte mit, wenn auch die Wolken bedrohlich dunkel, jedoch schnell über das Gelände des Hauses der Andacht hinweg zogen. Nach und nach lösten sich die Gruppen auf und jeder fand zu seinem Fahrzeug zurück. Sicher wird der eine oder andere sich gefragt haben, in welcher Art er denn im nächsten Jahr beitragen könne — wie denn sein Dienst an der Sache im Rahmen des Sommerfestes seinen Ausdruck finden könnte. Also, nach dem Fest ist vor dem Fest.

Next Year, same time.

Einen Kommentar schreiben

du mußt angemeldet sein, um kommentieren zu können.


Beiträge zu ähnlichen Themen (meint jedenfalls der Computer)