Print This Post  Ein Buch bringt Bewegung in mein Leben

3. Juni 2007 | Beitrag eingestellt von Renate | Bisher 2,242 Aufrufe

Dieb in der NachtNun bin ich seit einem Jahr Bahá’i (seit Mai 2006) und konnte mich bei der ganzen Bahá’i-Bücher-Fülle nicht für ein Buch entscheiden, welches ich nun lesen wollte. Zuvor las ich „Ansprachen in Paris“, „Das Buch der Gewissheit“ und vor Wochen besorgte ich mir „Ährenlese“. Und ab und zu blätterte ich in „Die Bahá’i-Religion“.

Mein Problem war (jedenfalls wurde es für mich zunehmend ein Problem): Ich glaubte den Schriften und ich fühlte mich als Bahá’i, jedoch fand ich keinen persönlichen Zugang zu Bahá’u’lláh, zu seinem Sohn ‘Abdul’l-Bahá und zu Shoghi Effendi. Mir fehlte etwas. Ich konnte es (das Unbekannte) zunächst nicht artikulieren. Bahá’u’lláh als Person war mir irgendwie — fern. Er hatte meine Anerkennung aber es entstand keine Du-Beziehung zu ihm. Ich vermisste immer mehr den persönlichen Bezug zu ihm und das „tiefe“ (Gefühls-)Wissen um seine Sendung als Offenbarer für diese, unsere Zeit. Je mehr ich las desto weniger war ich fähig, diese Distanz zu überwinden. Bis es im April 2007 in meinem Kopf „klick“ machte und ich das Buch „DIEB IN DER NACHT“ haben MUSSTE. Ja! Ich MUSSTE das Buch haben und lesen! Wieso? Ich weiß es nicht genau, es war einfach so. Und Bahá’i’s brachten mir das Buch aus Hofheim mit.

Nun ist das Buch in meinen Händen und ich lege es beiseite. Ich begann nicht sofort zu lesen. Erst musste ich mich mit dem Buch anfreunden. Das hieß: Ich sah das Buch an und manchmal nahm ich es in die Hand. Und erst dann begann ich zu lesen. Zu Beginn langweilte ich mich ein wenig.
„Der Autor sucht. Der Autor ist ein Suchender. Ja und! Viele Menschen sind Suchende.“ Dachte ich, eher gelangweilt und las aber weiter. Und nach ein paar Seiten begann die Suche des Autors mich zu faszinieren. Er beschrieb, akribisch sein Suchen und seine Funde. Sodann fesselte mich seine Suche. Denn — er suchte in der Bibel und wurde in der Bibel fündig. Sein Suchen war, die Suche nach biblischen Beweisen für die Versprechen (Prophezeiungen) in der Bibel: Gott lässt uns nicht alleine! Gott sendet zu gegebener Zeit Boten und sie werden angekündigt! Ihnen gehen Zeichen voraus!

Und William Sears fügte Puzzelteile zu einem wunderbaren Bild zusammen. Ich las und las und erhielt ein wunderschönes Bild. William Sears malte für mich, mit seinem Suchen, seinen Beweisen, seinen Funden das Bild: Gott spiegelt sich in Bahá’u’lláh! Mein Verstand wusste es bereits, aber nun hatte ich meine biblischen Beweise. Diese Zusammenhänge! Diese Verbindungen! Diese Zeichen! ALLES passte und fügte sich zusammen. ALLE Prophezeiungen in der Bibel bewahrheiteten sich! Unglaublich! Unfassbar! (Jedenfalls für mich). Ich erlebte meine Verbindung von Jesus zu Bahá’u’lláh. Und mein Verstandes-Wissen rutschte ins Herz und das Herz freute sich, weil ich dieses Buch las. Die Du-Beziehung zu Bahá’u’lláh ist am wachsen und blühen. Nun ist es meine Aufgabe, diese Beziehung zu pflegen. Und das werde ich tun. Denn, nun bin ich nicht nur Mitglied in der Bahá’i-Religion, sondern ich bin Bahá’i. Es wurde eine Bewusstseinserweiterung, die ich nur schwer beschreiben kann. Ja! Ich bin Bahá’i!

Dass mich die Suche des Autors in der Bibel so faszinierte und sehr tief traf hat natürlich seinen Grund: Ich komme aus dem Christentum. Ich war katholisch.

Und sollten Sie, liebe LeserInnen ebenfalls im Christentum verwurzelt sein, so wie ich es war, keine Bange ich schreibe nicht, Sie müssen das Buch lesen! Denn das kann und möchte ich nicht, das muss Gott, Ihre Neugier, Ihr Interesse tun. Und nicht vergessen! Sie lasen „meine“ Erfahrung/Bewegung mit dem Buch. Ihre kann vielleicht ganz anderer Art sein und werden. Aber — wie finden Sie das heraus?

Liebe Grüße,
Renate

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