“extreme Ruhi-activity”
17. März 2007 | Beitrag eingestellt von Lisa | Bisher 3,079 Aufrufe
Semesterferien. Endlich. Keine Vorlesungen mehr, gemütlich eine Hausarbeit schreiben, endlich mal entspannen, eine ruhige Fastenzeit…
Und alles wurde wie immer ganz anders ![]()
Wir hatten gerade unseren Ruhi 2-Kurs beendet – und was kommt danach? Ruhi 3 natürlich! Ich weiß gar nicht mehr, wer auf die Idee kam, den Kurs kompakt an einem Wochenende zu machen, aber ich fand die Idee gut – schließlich fiebere ich dem Buch 4 schon seit Anbeginn entgegen, denn ich liebe Geschichte! Ruhi 3 betrachtete ich mehr als Pflichtprogramm, denn das Lehren in Kinderklassen (Thema von Buch 3) sah ich für mich als nicht sonderlich relevant an, schließlich gibt es in unserer Gemeinde (noch) keine Kinderklassen.
Nach einer kleinen Vorlaufzeit fanden wir auch ein passendes Wochenende: Das erste Wochenende der Fastenzeit. Ruhi ohne Essen??? Na, das konnte ja was werden, schließlich gehört das (zumindest in unserer Gemeinde) einfach zusammen.
Wir beschlossen ein richtiges Ruhi 3-Camp aus dem verlängerten Wochenende zu machen. So ging es Donnerstagabend in die Wohnung einer Freundin, die sie uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hatte, und wir schlugen unser Matratzenlager auf.
Freitag früh klingelte dann zu einer für uns alle ziemlich ungewohnten Zeit der Wecker: Der erste Fastentag war angebrochen! Und da Morgenstund bekanntlich Gold im Mund hat, begannen wir ungewöhnlich früh: Um viertel vor 8 saßen wir alle bereit – zwar noch etwas verschlafen aber doch ziemlich munter.
Der erste Tag verging wie im Flug mit den grundlegenden Prinzipien der Bahai-Kindererziehung, mit Pausen, die zum Spazierengehen und natürlich Ligrettospielen genutzt wurden
(Das gehört bei uns genauso zum Ruhi, wie sonst das Essen, und wenigstens eine unserer Gewohnheiten mussten wir ja beibehalten!!!). Pünktlich um 5 Uhr nachmittags jedoch war Schluss, und wir versammelten uns in der Küche, damit das Essen auch rechtzeitig zum Sonnenuntergang fertig war. Nach dem Abendessen ging es dann noch mal frisch weiter – mit Ligretto UND Essen! ![]()
Der Samstag fing wieder ähnlich früh an, nur waren wir jetzt schon an die Uhrzeit gewöhnt. Und der Tag sollte es wirklich in sich haben, denn nun ging es nach der Theorie am Freitag ans „Eingemachte“: Kinderklassen! Wir verwandelten uns abwechselnd zu Kinderklassenlehrern und durften auch mal Kind sein – wir haben Geschichten erzählt, gesungen und vor allem viel gespielt!!!
Der fliegende Teppich wurde ausgepackt, es wurde gepuzzelt, und noch viel mehr Unsinn gemacht – der Tag verging wie im Flug, und man lernte ganz andere Seiten an den anderen Teilnehmern kennen.
Da wir so gut vorangekommen waren, konnten wir Sonntag Nachmittag den Kurs schon für erfolgreich beendet erklären! (Wir blieben trotzdem noch bis zum Abend zusammen und spielten unser „Erwachsenenspiel“ Ligretto weiter.)
Es war ein unvergessliches Wochenende, das unser aller Erwartungen bei weitem übertraf – es war toll, die ersten Tage gemeinsam zu fasten, und unsere Gruppe – gemischt aus „großen“, „kleineren“ „Kindern“ und sogar „Kindern“ aus England – war einfach perfekt für einen gemeinsamen Ruhi-Kurs!












Am 27. März 2007 um 19:43 Uhr
Also, obwohl ich nicht so recht Kursteilnehmer war, hatte ich die Ehre trotzdem am gemeinsamen Fastenbrechen teilnehmen zu können. Und ich muss sagen, ich fands schön, alles zusammen vorzubereiten und dann mit einem Gebet zu Beginn in einer gemütlichen Runde das leckere Essen zu vertilgen;)
Das hat mir in den folgenden Tagen gefehlt!
Grüße