Print This Post  Die Welt ist nur Schein…

6. März 2006 | Beitrag eingestellt von Nadi | Bisher 2,056 Aufrufe

Wüste“Die Welt ist nur Schein, eitel und leer, ein bloßes Nichts, das der Wirklichkeit ähnelt. Hängt euere Liebe nicht an sie. Zerreißt nicht das Band, das euch mit euerem Schöpfer verbindet, und gehört nicht zu denen, die in die Irre gehen und von seinen Wegen abirren. Wahrlich, Ich sage, die Welt ist wie die Luftspiegelung in der Wüste, von der der Durstige wähnt, sie sei Wasser, und zu der er mit aller Kraft hinstrebt, bis er sie im Näherkommen als reine Sinnestäuschung erkennt.” (Bahaullah, Ährenlese)

4 Reaktionen zu “Die Welt ist nur Schein…”

  1. Michael

    In der englischen Version gefällt mir der Text noch besser. Da hab ich mal einen Song draus gemacht, den ich sogar bei meiner Abi-Prüfung in Musik gespielt habe. Ich hatte auch mal eine eigene deutsche Übersetzung gemacht, nur: wo ist sie?

  2. Emanuel

    Englische Übersetzung (weil Michael darauf hinwies — Bahaullah, Gleanings, S. 328 f., nach http://www.bahai-studien.de/recherche/):
    »The world is but a show, vain and empty, a mere nothing, bearing the semblance of reality. Set not your affections upon it. Break not the bond that uniteth you with your Creator, and be not of those that have erred and strayed from His ways. Verily I say, the world is like the vapor in a desert, which the thirsty dreameth to be water and striveth after it with all his might, until when he cometh unto it, he findeth it to be mere illusion.«

  3. Maria

    Das ist in der Tat so. Aber ich habe mich mal gefragt, ob das nicht auch natürlich ist, da der Mensch mit Sinnen wahrnimmt und Erfahrungen macht, worauf ja auch viele ihre Aussage stützen, dass sie nur glauben, was sie sehen….alles im Sinne von wissenschaftlicher Beweisführung.
    Da es den Menschen ja aus guten Gründen nicht vergönnt ist, ihren Schöpfer und die Welt dort zu fassen, klammern sie sich hier eben an alles, was sie haben können – gewissermaßen nicht “abstrakte” Dinge. Nur das ist “wirklich” – ein nachvollziehbarer Gedanke.
    Wir können doch erst später wirklich verstehen lernen. Das macht Glaube ja vielleicht auch für viele zu einer Art Herausforderung anfangs. Fassbar wird er dann durch die Menschen, die ihn beispielgebend leben.
    Es ist hier auf Erden, nehme ich an, für viele eben einfacher, sich an Geld, Haus oder sonstiges zu klammern als einen Glauben festzuhalten….obwohl man, wenn man drüber nachdenkt, ein Vielfaches mehr mitnehmen könnte, wäre es umgekehrt. Ein Vielfaches deshalb, weil er einfach umfassender ist und in alle Lebensbereiche reinspielt.

  4. Stefan

    Das Zitat läßt sich auch auf das menschliche Miteinander beziehen:
    Auch wenn ich gewöhnlich meine, etwas WAHR zu nehmen, so nehme ich es nur FÜR wahr – “Welt” ist doch nur das, was mein begrenzter Geist daraus macht.

    Unangenehm wird es, wenn verschiedene “Für-wahr”-Nehmungen um den Anspruch streiten, die einzig Wahre zu sein. Dann spätestens spüre ich, wie wertvoll es sein kann, im tiefen Vertrauen auf spirituelle Führung los zu lassen von der “Welt”: Einfach einen Schritt zurück gehen und mal nach innen, nach oben oder wo auch immer hin zu fragen “Ist es wirklich so? Oder ist es vielleicht doch ganz anders?” :-)

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