Print This Post  Bericht von den Sommerschulen in Ungarn und der Slowakei

27. Juli 2004 | Beitrag eingestellt von Emanuel | Bisher 2,647 Aufrufe

Meine Reise begann am 25.07. ich fuhr mit dem Zug über Wien nach Debrecen (Ungarn). Als ich am Bahnhof ankam, versuchte ich die Leute zu fragen, wie ich nach ‚Vig-Kend Farm’ (Vekeri Lake) komme. Zwei Damen versuchten mir per Zeichnsprache den Weg bis zur Bushaltestelle zu zeigen und dass ich von dort den Bus direkt nehmen könnte.

Nachdem ich die Bushaltestelle gefunden hatte, fragte ich einen jungen Mann mit welchen Bus ich am Besten fahren sollte. Er sagte dann, dass er mit demselben Bus fahren würde und dass ich doch in denselben Bus wie er einsteigen solle.

Während ich nun auf den Bus wartete kam ein Jugendlicher zu mir und zeigte mir seinen Bahá’í Ring. Die Freude war unbeschreiblich, in einem fremden Land zu sein und jemand zu treffen der auch Bahá’í war, wir umarmten uns. Daraufhin kam der junge Mann mit dem ich schon gesprochen hatte hinzu und sagte, dass er auch Bahá’í sei. So klein ist die Welt der Bahá’ís…

Dann kam auch schon der Bus und wir fuhren gemeinsam zur Sommerschule. Mittlerweile war es 17 Uhr und der 26.07. und wir meldeten uns an. Es kamen viele andere Freunde. Nach der Anmeldung und dem Abendessen, begingen wir einen wunderschönen geselligen Abend.

Am nächsten Tag fing dann die Schule an. Es kamen immer mehr Freunde aus aller Welt. Wir waren bestimmt 120 Freunde, die hier zusammenkamen aus Ungarn selbst, Rumänien, Kroatien, Slowenien, den USA, Spanien, Afghanistan, China, Österreich, Australien, Holland, Polen Serbien, den Iran, Deutschland, etc. Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, wie hier das Prinzip der Einheit in der Vielfalt verwirklicht wird.

Die Veranstaltungen waren auf Englisch und wurden ins Ungarische übersetzt. Themen wie die Einführung in die Grundprinzipien des Bahá’í Glaubens, Dienst, Loslösung, die Rolle der Baha´’í Jugend, wurden besprochen. Aber auch Herr Ali Nakhjavani hat zwei Tage der Schule mit Themen wie ‚der Hüter und das Universale Haus der Gerechtigkeit’ und ‚Fragen und Antworten’ gestalten und Frau Nakhjavani hat sich dem Thema ‚ Amatu’l-Baha: Ihr Stil zu dienen und ihre Hoffnungen für die Zukunft’ gewidmet.

Am 29.7. hatten wir sogar eine öffentliche Veranstaltung in der Uni von Debrecen, wo Herr Nakhjavani über die Manifestation der Bahá’í Religion sprach, sowie über Einheit und Frieden. Es waren wirklich sehr eindrucksvolle und inspirierende Tage dort.

Da ich aber noch eine weitere Schule in der Slowakai besuchen wollte, erkundigte ich mich, wie ich von Ungarn am Besten nach Slowakei n komme. Dort wurde mir gesagt, dass auch eine Frau mit zwei Kindern aus der Slowakai auf dieser Schule sei. Nachdem ich sie gefunden hatte, bot sie mir gleich an, dass sie mich mitnehmen konnte, aber auch dass sie einen Tag früher abreisen würde, das hieß am 30.07 nach dem Essen. Ich stimmte zu und somit fuhren wir dann am Freitag nach dem Mittagessen ab und ließen Ungarn hinter uns.

Angekommen in Banska Bystrice, wurden wir von ihren Mann herzlichst empfangen. Ich war bereits eingeladen bei ihnen zu übernachten. Und am nächsten tag sind wir dann gemeinsam zur nächsten Sommerschule gefahren. So einfach ist es mit den Bahá’ís um die Welt zu reisen. Ich bin wirklich sehr dankbar, dass ich so herzlich aufgenommen wurde.

Auch hier hatten wir nach der Anmeldung und Abendessen einen geselligen Abend. Am 1.08 ging dann das Programm los. Hier waren auch ca. 60 Freunde aus aller Welt, wie Australien, der Schweiz, Italien., den USA, Österreich, Tschechien, Haifa, Deutschland und natürlich auch aus Slowakai. Unter dem Motto ‚Geistiges Erwachen’ wurden Themen wie der ‚Bahá’í Glaube im 21. Jahrhundert’ von Dr. Javaheri aus Haifa, und auch Themen wie Einheit und Beratung, Praktische Kunst, Zeit und Geld, etc.

Beide Schulen haben mir sehr gut gefallen. Es war eine Freude so viele Freunde kennen zulernen. Und auch die Entwicklung des Glaubens in anderen Ländern zu sehen. Nun habe ich mir vorgenommen des öfteren Veranstaltungen in osteuropäischen Ländern zu besuchen, sowie auch dort auf Lehrreise zu gehen.

Ich hoffe auch dass immer mehr Menschen die Chance nutzen, Erfahrungen in anderen Ländern zu machen.

Liebe Grüße, Sefat Buik-Aghai

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